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Google wird persönlich

Google: Die neue Suche soll auch Menschen und Beziehungen verstehen. (Bild: Keystone)

Der Internetgigant hat sein Suchangebot überarbeitet und vollständig personalisiert - es kann jetzt beispielsweise auch auf private Fotoalben ausgeweitet werden. Gleichzeitig hat Google den Datenschut

Veröffentlicht am 10.01.2012

Google weitet sein Suchangebot auf persönliche Inhalte wie private Fotoalben aus und führt gleichzeitig neue Werkzeuge für einen besseren Datenschutz ein. Der Suchmaschinen-Gigant kündigte das Angebot in Moutain View unter dem Namen «Search, plus Your World» (Suche - plus Deine Welt) an.

«Wir verwandeln Google in eine Suchmaschine, die nicht nur Inhalte versteht, sondern auch Menschen und Beziehungen», sagte Google-Manager Amit Singhal. Das Angebot wird von Google zunächst für die englischsprachige Version auf google.com freigeschaltet.

«Wir arbeiten aber auch hart daran, es in Deutschland verfügbar zu machen», sagte Singhal der Nachrichtenagentur dpa. Ob und wann der Dienst in der Schweiz startet, ist unbekannt, wie eine Google-Sprecherin der Nachrichtenagentur sda sagte.

Bei der Option der «persönlichen Ergebnisse» durchstöbert Google beispielsweise Bilder, die beim Online-Netzwerk Google+ oder dem Online-Fotoalbum Picassa hochgeladen wurde. Singhal erläuterte die Funktionsweise am Beispiel seines Schnautzer-Hundes Chikoo.

Eine normale Suche bei google.com nach dem Begriff «Chikoo» liefere derzeit vor allem Hinweise auf den Breiapfelbaum, der in Indien und Pakistan Chikoo genannt wird. Künftig könne er aber mit Hilfe der Suchmaschine auch schnell die Bilder aufstöbern, auf denen sein Hund zu sehen sei.

Suche nicht bei Facebook

Google bietet nun ausserdem die Option, die Suche nach Personen auf einen Bekanntenkreis zu beschränken. «Wenn man heute nach einem gängigen Namen wie Ben Smith sucht, ist es fast ausgeschlossen, dass man beim richtigen Ben landet», sagte Singhal.

Google wertet dabei vor allem die Beziehungen aus dem eigenen sozialen Netzwerk Google+ aus. Aus Google+ werden am Bildschirmrand auch Seiten von Prominenten und Organisationen vorgestellt, die den Anwender interessieren könnten.

Inhalte aus anderen Netzwerken wie Facebook stünden nicht zur Verfügung, sagte Singhal. Google habe keinen Zugriff auf die technischen Schnittstellen dieser Drittanbieter und fokussiere sich auf die Bereiche, in denen man ein «optimales Sucherlebnis» garantieren könne.

Verschlüsselte Suche

Um die persönlichen Suchen vor neugierigen Blicken von aussen abzuschirmen, verschlüsselt Google nicht nur die Übertragung des Suchbegriffs, sondern auch den Transfer der Suchergebnisse mit der SSL-Technologie. Dies kann man an der Adresse https://www.google.com (https statt http) erkennen.

Mit einem Klick auf ein kleines Logo könne der Anwender entscheiden, ob er seine «eigene Welt» durchsuchen oder universelle Suchresultate erhalten wolle. Mit dem Ausschalten der personalisierten Ergebnisse werde auch sichergestellt, dass die Suchabfragen bei Google nicht in einem Profil gespeichert und bei künftigen Suchabfragen berücksichtigt werden.

(rcv/sda/awp)

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