Ein Fernsehgerät von Apple, über das seit Jahren spekuliert wurde, ist laut einem Zeitungsbericht vom Tisch. Der Iphone-Konzern habe das Projekt vor über einem Jahr nach fast einem Jahrzehnt Entwicklung auf Eis gelegt, schreibt das «Wall Street Journal».

Apple habe am Ende entschieden, dass man nicht genug innovative Funktionen bieten könne, um sich in den scharf umkämpften Markt zu begeben, hiess es unter Berufung auf informierte Personen.

Gerüchte über Prototypen und Zeitpläne

Apple wolle aber nach wie vor einen Online-TV-Service entwickeln, setzte dafür jedoch auf eine Weiterentwicklung seiner Zusatz-Box Apple TV, berichtete die Zeitung weiter.

Gerüchte über einen Apple-Fernseher schwirrten seit Jahren herum. In diversen Medienberichten war von Prototypen und Zeitplänen die Rede - doch ein Gerät kam nie auf den Markt.

Durchsichtiges Display

Das Geschäft mit Fernsehgeräten wird von südkoreanischen und chinesischen Herstellern beherrscht, die Grösse verschafft ihnen enorme Kostenvorteile. Apple habe in den Markt mit einem Gerät mit besonders scharfen Bildern dank hoher Ultra-HD-Auflösung einsteigen wollen, schreibt das «Wall Street Journal». Inzwischen kommen immer mehr solcher Fernseher zu stetig sinkenden Preisen in den Handel.

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Ausserdem sei geplant gewesen, den Apple-Fernseher mit Kameras für Videotelefonie zu versehen. Mitte des vergangenen Jahrzehnts hätten Apple-Ingenieure auch ein futuristisches Display entwickelt, das in ausgeschaltetem Zustand durchsichtig war - aber dank Lasern auch Bilder anzeigen konnte. Die Technologie habe aber eine ungenügende Bildqualität bei zu hohen Stromverbrauch gehabt.

Icahn denkt anders

Zugleich erklärte am Montag Apple-Investor Carl Icahn, der Druck für höhere Aktienrückkäufe durch den Konzern macht, er glaube weiterhin, dass Apple zum Jahr 2020 in den Automarkt einsteigen werde und im kommenden Jahr ins Geschäft mit TV-Geräten.

Icahn, der zu den zehn grössten Apple-Aktionären zählt, drängt Apple zu einer abermaligen Aufstockung des milliardenschweren Aktien-Rückkaufprogramms. Der Anteilsschein von Apple sei «immer noch dramatisch unterbewertet», schrieb der Milliardär in einem offenen Brief an Apple-Chef Tim Cook.

(awp/sda/tno/ama)