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Wettbewerb
Heisse Rochade: Bei Tesla wird das Personal knapp

Elon Musk: Wie weit reicht das Charisma des Tesla-Chefs? Keystone

Aktuell baut in Kalifornien jeder Autos, der etwas auf sich hält. Das führt zum Kampf um die klügsten Köpfe. Bislang hatte Tesla die Nase vorn – doch jetzt wird der Hunger auf neues Personal zu gross.

Karen Merkel
Von Karen Merkel
am 04.01.2016

Jeder Tech-Konzern im Silicon Valley, der etwas auf sich hält, baut neuerdings Autos: Google zum Beispiel, Indizien zufolge auch Apple, und Tesla natürlich. Dass Software-Entwickler dem Elektropionier trotzdem die Bude einrennen, sobald neue Stellen offen sind, belegt die Anziehungskraft des Unternehmens. Als Konzernlenker Elon Musk kürzlich per Twitter 100 Software-Ingenieure suchte, konnte sich die Firma vor Zuschriften kaum retten, wie das «Wall Street Journal» berichtete.

Bisher kann Musk auf seine Strahlkraft vertrauen und lässt sich selbst von Apple nicht einschüchtern. Der iPhone-Bauer habe «Leute eingestellt, die wir gefeuert haben», sagte er vor wenigen Monaten. Umgekehrt konnte der Autohersteller zahlreiche Apple-Ingenieure überzeugen, zu Tesla zu wechseln.

1600 Jobs sind derzeit offen

Auch wenn Tesla bislang punkten konnte, dürfte es dem Unternehmen schwer fallen, seinen Personalhunger zu stillen. Denn Tesla braucht viel mehr als die 100 Entwickler: Gut 1600 Stellen sind laut «Wall Street Journal» neu zu besetzen.

Während das Unternehmen ehrgeizige Projekte vorantreiben will – das selbstfahrende Auto, eine Batteriefabrik in Nevada – erfüllt die reale Performance gerade mal das Mindestmass. 2015 hat Tesla 50'600 Fahrzeuge ausgeliefert, teilte das Unternehmen am Sonntag mit. Es hat damit seine Vorgabe nur knapp übertroffen. Musk hatte allerdings Mitte Jahr die Erwartungen nach unten korrigiert, von 55'000 Fahrzeugen auf «50'000 bis 52'000». Das im September präsentierte Modell X wurde gen Jahresende gerade einmal 235 Mal pro Woche produziert. Der SUV hatte bereits Jahre auf sich warten lassen, Tesla steht hier unter Druck.

Verschärfte Konkurrenz

Und die Konkurrenz schläft nicht. Nicht nur Porsche plant einen Elektro-Sportwagen. Das aus China finanzierte Startup Faraday etwa plant die Präsentation eines elektrischen Konzeptautos noch in dieser Woche, im Rahmen der Elektronik-Fachmesse CES in Las Vegas. Diesen Wettstreiter hat Tesla selbst herangezüchtet: Faraday-Gründer Nick Sampson stand zuvor dort auf der Gehaltsliste.

Tesla lässt im Weihnachtsvideo seine Eletroautos tanzen:

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