Der Foto-Dienst Snapchat kämpft mit einer riesigen Cyberattacke. Mehr als Hunderttausend Nutzerfotos - darunter auch Nacktaufnahmen von Minderjährigen - sollen gestohlen und ins Netz gestellt worden sein. Snapchat räumte am Freitag gegenüber dem Tech-Blog «Business-Insider» einen Angriff ein. Die Firma erklärte aber, die Bilder seien nicht von den eigenen Servern entwendet worden.

Die Aufnahmen wurden im mittlerweile berüchtigten Forum «4chan» veröffentlicht. Die Plattform war jüngst bereits Schauplatz eines Hacking-Skandals um geleakte Promi-Fotos gewesen, die aus Apples iCloud gestohlen worden waren. Snapchat zeichnet sich eigentlich dadurch aus, dass Bilder nach dem Ansehen rasch wieder verschwinden und gelöscht werden sollen.

Snapchat beschuldigt Drittanbieter

In einer im Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlichten Stellungnahme von Snapchat heisst es, die User seien Opfer von Dritt-Anbieter-Apps geworden. Im Verdacht stehen unter anderem die Betreiber der mittlerweile verschwundenen Anwendung SnapSaved.

Sie hatten sich damit gebrüstet, die bei Snapchat verschickten Bilder speichern zu können. Bislang ist aber noch völlig unklar, wer hinter dem Leak steckt.

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(awp/gku)