Der neue iMac setzt einen knackigen Rekord: Sein 5K-Retina-Display ist der schärfste Monitor der Welt. Insgesamt 14 Millionen Pixel hat das eingebaute 27-Zoll-Display des All-in-one-PC von Apple – mehr als jeder andere zurzeit. Und mehr ist besser: Denn je mehr Pixel sich auf dem Bildschirm tummeln, desto mehr Details stellt er dar, egal ob bei Schriften oder Bildern.

Der Monitor ist das Highlight des neuen iMac: Die Darstellung ist extrem detail- und sehr kontrastreich. Farben gibt der iMac unverfälscht wieder. Perfekt für Fotos, sofern der Nutzer mit der Hochglanzmattscheibe zurechtkommt – die sorgt bei ungünstiger Beleuchtung oder Aufstellung am Fenster für reichlich Spiegelungen.

Hohes Tempo mit Windows wie OS X

Im Grundmodell steckt ein schneller Vierkernprozessor aus Intels Core-i7-Serie. Der sorgte im Test für ordentlich Dampf, egal ob unter Windows oder Apples Betriebssystem OS X. Der Fusion Drive, eine Kombi aus Festplatte und SSD, brachte dagegen nur unter OS X einen Temposchub. Unter Windows bleibt die SSD wirkungslos, da liefert der iMac nur das deutlich langsamere Festplattentempo.

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Wer beide Betriebssysteme nutzen will, sollte statt zum Fusion Drive lieber zur SSD mit 256 Gigabyte greifen – die gibt's auf Wunsch ohne Aufpreis. Sie ist auch unter Windows flott. Große Datenmengen lassen sich einfach auf eine externe Festplatte auslagern, etwa auf eine 2,5-Zoll-Festplatte mit USB-3.0-Anschluss. Die braucht kein Netzteil, und es gibt sie schon für 100 Euro.

Bis zu 120 Bilder pro Sekunde

Der Grafikprozessor ist ein Notebook-Modell, allerdings ein richtig schnelles. Mit der gigantischen Auflösung von 5120 x 2880 Pixeln ist er zwar etwas überfordert – da gab's maximal 35 Bilder pro Sekunde. Doch wer die Auflösung etwas runterschraubt, wird mit absolut flüssiger Darstellung belohnt: Mit 1366 x 768 Pixeln berechnete der Grafikchip bis zu 120 Bilder pro Sekunde.

Schon Apples Grundmodell ist mit 2599 Euro kein Schnäppchen – der Preis lässt sich aber leicht fast verdoppeln. Wer alle Optionen wählt, bezahlt 4499 Euro für den iMac. Vor dem Kauf gut zu wissen: Grafikchip und Prozessor lassen sich nicht austauschen, die Festplatten nur mit sehr großem Aufwand. Lediglich der Arbeitsspeicher lässt sich unkompliziert nachrüsten.

Leise im Normalbetrieb

Großer Bildschirm und starke Prozessoren machen sich beim Stromverbrauch bemerkbar: Der iMac schluckt im Schnitt 90 Watt. Im Normalbetrieb bleibt er aber sehr leise: Beim Videogucken war der iMac mit 0,3 Sone sogar noch ein bisschen leiser als beim Arbeiten (0,4 Sone). Bei Spielen hält sich die Lärmbelästigung ebenfalls in Grenzen, erst unter Volllast machen die Lüfter deutlich auf sich aufmerksam.

Serienmäßig kommt der iMac mit Funktastatur und -maus, beide mit Bluetooth angebunden. Wer will, kann statt der Maus ein Funk-Touchpad nehmen. Damit lässt sich der iMac wie ein Notebook steuern. Anders als viele Windows-8-Modelle hat der iMac keinen Touchscreen – aber wer braucht den schon unter OS X?

Der WLAN-Adapter ist top: Er arbeitet mit der neuen ac-Technik, funkt auch auf fünf Gigahertz und hat drei Antennen. Mit einem passenden Router ist die Datenübertragung praktisch genauso flott wie über ein kabelgebundenes Netzwerk.

Fazit: Der Bildschirm ist ein Weltmeister. Egal, ob Fotos, Videos oder Texte – alles sieht knackscharf aus. Der Rest ist ein gutes Paket in Apple-Qualität: Der iMac ist zwar teuer, aber auch schnell, leise und spieletauglich.

 
Dieser Artikel erschien zuerst auf unserer Schwester-Publikation «Computer-Bild».

 

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Für den Download braucht man Geduld. Das Upgrade ist schwerer als 5 Gigabyte. Apple empfiehlt, mindestens 8 Gigabyte Speicherplatz frei zu haben, bevor man das Upgrade wagt.

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