Fast jeder hat doch so eine zu Hause: eine Schale, in der Krimskrams landet, der sonst nirgends so richtig Platz hat. Ob sie im Gang steht oder in der Küche, in der flachen, möglichst geräumigen Schüssel findet sich meist ein buntes Sammelsurium: alte Einkaufszettel, Schlüssel, Streichholzschachteln, aber auch Kopfhörer, MP3-Player und Handys, wenn sie gerade nicht gebraucht werden.

Eine Schale, die Akkus auflädt

Wäre es nicht ein Traum, wenn die Sammel-Ablage nicht länger ein Ort der Unordnung, sondern nützlicher Helfer wäre? Das dachten sich auch  die Entwickler von Chiphersteller Intel – und entwarfen die «Smart Bowl», die Intel-Chef Brian Krzanich nun erstmals auf der Consumer Electronic Show in Las Vegas zeigte.

Die intelligente Schale sortiert zwar keine alten Einkaufszettel, aber sie kann etwas, das vor allem in den Zeiten von energiefressenden Smartphones gebraucht wird: Sie lädt die Akkus von elektronischen Geräten auf – und das kabellos. Das Handy oder den iPod mal kurz abzulegen ist künftig also kein Zeichen mehr von mangelnder Ordnung, sondern sinnvoll, weil dann der Akku anschliessend wieder voll ist.

Bisher ist die Smart Bowl nur mit einem Gerät kombinierbar

Die schlaue Schüssel mit rund 25 Zentimetern Durchmesser hat allerdings einen Haken: Bisher funktioniert der Intel-Entwurf nur mit einem einzigen Produkt, wie der US-Technik-Blog «C’Net» berichtet. Nur das ebenfalls auf der CES vorgestellte Intel-Headset ist derzeit mit der Smart Bowl kombinierbar. Aber, so die Auskunft bei der Präsention auf der CES, das Verfahren soll absehbar auch für Handys, Tablets und Ultrabooks funktionieren. Ob und wann das Gerät auf den Markt kommt, dazu schwieg sich Krzanich vorerst aus.

Der Intel-Chef zeigte aber nicht allein die smarte Schale, sondern noch weitere gewitzte Geräte. So präsentierte er auch eine intelligente Uhr, die ohne Hilfe eines Smartphones das Web durchsuchen und den Standort des Trägers lokalisieren kann.

Anzeige

Intel-Chef zeigt smarte Kopfhörer

Und während etwa LG und Sony in diesem Jahr auf Armbänder setzen, welche die Fitness-Leistung ihres Trägers messen, geht Intel ins Ohr: mit Kopfhörern, die gleichzeitig Musik übertragen und Pulsrate sowie Laufstrecke ihres Trägers messen. Anschliessend berechnet das Gerät mit Hilfe einer App, wie viele Kalorien er verbraucht hat.

Auch diese Geräte sind bisher Entwürfe, ebenso wie die Smart Bowl. Doch vielleicht kommt ja der Tag, an dem tatsächlich eine intelligeten Schale das Sammelsurium in der Küchen-Schüssel mit positivem Nebeneffekt ausstattet.  

Die stärksten Technik-Trends 2014

1|10

Scharfes Gerät: LG präsentiert auf der CES Fernsehgeräte mit Ultra-HD-Auflösung, die im Laden weniger als 1000 Dollar kosten sollen. Die Firma stellt auch erste HD-Fernseher mit gekrümmtem Bildschirm vor, doch ein Konkurrent zieht gleich.