Die Umsatzerlöse dürften etwa um fünf Prozent klettern, teilte Intel am Dienstagabend nach Börsenschluss mit. Damit erhöhte das Unternehmen seine vorherige Schätzung etwas. Zudem weitete er sein Aktienrückkaufprogramm aus. Analysten werteten dies als ein Zeichen dafür, dass der Konzern mit einer Stabilisierung auf dem PC-Markt rechnet. Anleger reagierten erfreut: Im nachbörslichen Handel legte die Intel-Aktie knapp vier Prozent zu.

Intel profitiert von einer überraschend kräftigen Erholung am PC-Markt. Vor allem Unternehmen hatten zuletzt wieder verstärkt in neue Computer investiert. Grund für die Entwicklung dürfte Experten zufolge vor allem sein, dass Microsoft die Unterstützung seines alten Betriebssystems Windows XP eingestellt hat. Viele Firmen nutzten den Umstieg auf neue Software auch gleich zur Anschaffung neuer Desktop-Rechner.

Aktienrückkauf wird fortgesetzt

Für das dritte Quartal erwartet Intel nun einen Umsatz von 14,4 Milliarden Dollar mit einer möglichen Abweichung von bis zu 500 Millionen Dollar in beide Richtungen. Von der Agentur Reuters befragte Analysten hatten zuletzt einen Umsatz von rund 14 Milliarden Dollar erwartet.

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Intel teilte weiter mit, dass das laufende Programm zum Aktienrückkauf um 20 Milliarden Dollar ausgedehnt und allein in diesem Quartal Anteilsscheine im Wert von etwa vier Milliarden Dollar vom Markt genommen werden sollten. Dies sei ein Indiz dafür, dass Intel die Aussichten auf dem PC-Markt wieder zuversichtlicher einschätze, sagte Bernstein-Analystin Stacy Rasgon.

PC-Sparte legt zu

Im zweiten Quartal steigerte Intel seinen Umsatz auf 13,8 Milliarden Dollar von 12,8 Milliarden Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum. In der PC-Sparte stieg der Umsatz um sechs Prozent. Der Nettogewinn erhöhte sich auf 2,8 Milliarden Dollar von zwei Milliarden Dollar.

(sda/se/gku)