Das Ende kam überraschend: Unerwartet war auch noch der letzte Übernahmekandidat abgesprungen, nun steht die Regionalfluglinie Intersky vor dem Aus. Flugbetrieb und Ticketverkauf sind eingestellt, teilt die österreichische Airline mit. Am Montag wird Insolvenz beantrat.

Diese Nachricht trifft auch die Flughäfen, mit denen Intersky Verträge hatte. Allein den Flughäfen Graz und Zürich schulden die Bodensee-Fluglinie rund 230’000 Euro, wie das Luftfahrtportal «Aereotelegraph» berichtet. Bei der Heimbasis Bodensee-Airport Friedrichshafen hat die Regionalairline ebenfalls noch hohe Rechnungen von gegen 200’000 Euro offen. Bei weiteren Flughäfen und vielen Lieferanten steht die Gesellschaft ebenfalls in der Schuld.

Ausstände über fünf Millionen Euro

Zu diesen zählen die europäische Flugsicherheit Eurocontrol, der österreichische Zoll, die Leasinggesellschaft Castlelake oder Passagiere mit bereits gebuchten Tickets. Bei ihnen hat Intersky insgesamt Ausstände von fünf Millionen Euro.

Die letzte Hoffnung hat man bei Intersky trotz allem noch nicht aufgegeben. Die Flieger blieben «vorübergehend am Boden», schreibt die Airline in ihrer Medienmitteilung. Und weiter: «Über eine mögliche Fortführung des Flugbetriebs wird dann der Insolvenzverwalter befinden». Angesichts der hohen Schulden ist ein Neustart aber fraglich.

(se/me)

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