Apple legt kommende Woche seine Quartalszahlen vor. Und auch dann könnten die Kalifornier wieder Mega-Umsätze verkünden – dank dem Kassenschlager iPhone. Denn glaubt man den Prognosen der Bankanalysten, wird das Smartphone des Apfelkonzerns die bisherigen Verkaufsrekorde in den Schatten stellen.

So erwartet Sherri Scribner von der Deutschen Bank gemäss «Bussiness Insider» 51,1 Millionen verkaufte Einheiten im vierten Quartal, das bei Apple am 27. September endete. Im Schnitt rechnen die 24 befragten Analysten mit 48,7 Millionen verkauften iPhones. Das wäre gegenüber der Vorjahresperiode ein Plus von 69 Prozent und gegenüber dem Vorquartal ein Anstieg von 24 Prozent.

Neues iPhone mit Rekordstart

Analystin Scribner liegt mit ihrer Einschätzung an der Spitze der Umfrage. Die tiefste Prognose stellt Sundeep Bajikar von Jeffries mit 45 Millionen abgesetzten iPhones auf. Von einem Rekordabsatz geht auch der iPhone-Tracker der US-Grossbank Morgan Stanley aus. Dieser zeigt für das vierte Quartal von Apple 50 Millionen verkaufte Smartphones an. Aber auch im ersten Apple-Quartal des neuen Jahres sollen der Höhenflug anhalten. Scribner geht von über 75 Millionen abgesetzten iPhones aus.

Die neuen Modelle iPhone 6s und iPhone 6s Plus dürften bereits das letzte Quartal angeschoben haben. Apple brachte das Gadget im September in Dutzenden Ländern weltweit in den Verkauf. Der Konzern mit Sitz in Cupertino verkündete, dass am Startwochenende 13 Millionen neue iPhones über die Ladentische gegangen seien, was ein neuer Rekord darstellt.

Klumpenrisiko iPhone

Der Kassenschlager iPhone ist für Apple ein Segen. Dieser hat allerdings auch Schattenseiten. Der Konzern ist mittlerweile abhängig von seinem Smartphone. Rund zwei Drittel des Gesamtumsatzes generiert das iPhone. So lag der Umsatzanteil des Gadgets im dritten Geschäftsquartal 2015, das von April bis Juni geht, bei 63 Prozent. Im letzten Weihnachtsquartal waren es sogar 69 Prozent.

Die Bedeutung des Smartphones für das Unternehmen kann also kaum überschätzt werden, zumal der iPad-Absatz seit einigen Quartalen schwächelt. Sollten die iPhone-Absätze eines Tages aber einbrechen, würde sich das Klumpenrisiko rächen. Apple ist daher auf ein neues Standbein angewiesen.

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