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Asien
Japanische Bank testet Roboter im Kundenservice

Eingang einer Tokyo-Mitsubishi-Filiale: Empfängt hier bald ein Roboter die Kunden? Keystone

In ein oder zwei Filialen einer japanischen Grossbank sollen bald humanoide Roboter die Kunden empfangen. Das Ganze ist ein Test - auch mit Blick auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio.

Veröffentlicht am 03.02.2015

Eine japanische Grossbank lässt erstmals einen humanoiden Roboter im Kundenservice arbeiten. Wie ein Sprecher des Finanzinstituts Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ mitteilte, soll der NAO genannte Prototyp im Frühling zunächst versuchsweise in ein oder zwei Filialen in Tokio eingesetzt werden.

Der 58 Zentimeter hohe und 5,4 Kilogramm schwere Roboter ist mit Kameras und Mikrofonen ausgestattet und soll die Kunden beim Betreten der Bank empfangen. Sobald der Kunde dem Roboter sein Anliegen mitgeteilt hat, antwortet der Roboter und weist dem Gast den Weg zum jeweiligen Bankschalter. Der Humanoide kann in 19 verschiedenen Sprachen kommunizieren.

Probephase an der Seite menschlicher Kollegen

25 bewegliche Gelenke helfen der Maschine beim Gestikulieren. Das Finanzinstitut erhofft sich mit Blick auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio, dass der Roboter dabei hilft, mit dem erwarteten Anstieg an ausländischen Kunden fertig zu werden.

Zunächst will die Bank während einer Probephase, in der der Roboter seinen menschlichen Kollegen zur Seite steht, herausfinden, wie die Kunden auf den maschinellen Kundenservice reagieren. Danach werde man entscheiden, ob der humanoide Roboter offiziell bei der Bank eingeführt wird, hiess es. Gebaut wird NAO von der französischen Firma Aldebaran Robotics, einem Tochterunternehmen des japanischen Telekomriesen Softbank.

(awp/tno/me)

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