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USA
Konsumentenschützer wollen Whatsapp-Verkauf stoppen

WhatsApp und Facebook: Die Fusion ist nicht unbestritten.  Keystone

Zwei amerikanische Organisationen wollen den WhatsApp-Verkauf verhindern. Sie befürchten, dass Facebook Kundendaten für Werbezwecke nutzen könnte. Nur so sei der hohe Verkaufspreis hereinzuholen.

Veröffentlicht am 07.03.2014

In den USA fordern zwei Konsumentenschutz-Organisationen, den Verkauf des Kurzmitteilungsdienstes WhatsApp an Facebook auf Eis zu legen. Die für Konsumentenschutz und Fusionskontrolle zuständige Federal Trade Commission (FTC) müsse das Geschäft genau prüfen, fordern sie. WhatsApp-Nutzer müssten davor geschützt werden, dass ihre Daten auf «unfaire und irreführende Weise» gesammelt würden, schreiben die beiden Organisationen in einer an die Behörde adressierten Klage.

Facebook könnte die Daten für Werbezwecke nutzen, heisst es weiter. WhatsApp habe aber seine Nutzer mit genau dem Argument gewonnen, die Daten nicht zu Werbezwecken zu verwenden.

Wie wird der gigantische Preis wieder reingeholt?

Facebook hatte Mitte Februar den Kauf von WhatsApp für insgesamt 19 Milliarden Dollar angekündigt - wobei ein Grossteil des Betrages nicht bar, sondern in Form von Facebook-Aktien bezahlt wird.

Bei den beiden Gruppen, die nun Beschwerde bei der FTC einlegten, handelt es sich um das Informationszentrum für elektronische Privatsphäre und das Zentrum für Digitale Demokratie. Sie berufen sich auf einen Blogeintrag von WhatsApp-Gründer Jan Koum. Dieser hatte 2009 versichert, dass WhatsApp «Deine persönlichen Daten niemals an irgendjemanden verkaufen» werde. Nach Einschätzung von Analysten muss Facebook den gigantischen Preis für WhatsApp auf irgendeine Weise aber wieder hereinholen - sei es durch neue Angebote für seine Nutzer oder indem es die Daten der WhatsApp-Nutzer zu Geld macht.

(sda/gku/me)

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