Der angeschlagene Smartphone-Pionier Blackberry kämpft aggressiv um das Image seines neuen Hoffnungsträgers Z10. Wegen angeblich geschäftsschädigender Angaben will der Konzern nun gegen eine Marktforschungsgesellschaft zu Felde ziehen.

Wie das Management ankündigte, sollen die Wettbewerbsbehörden in Kanada und den USA einen Bericht der Firma Detwiler Fenton prüfen, in dem eine schwache Z10-Nachfrage im Einzelhandel angedeutet wurde. In den kommenden Tagen werde dazu eine formelle Anfrage gestellt.

Blackberry warf den Marktforschern «falsche und missverständliche» Darstellungen vor. Detwiler Fenton hatte angegeben, das Z10 werde ungewöhnlich häufig vom Einzelhandel zurückgegeben, ohne die Quelle für diese Informationen offenzulegen.

Z10 muss ein Erfolg werden

Blackberry betonte hingegen, das Flaggschiff-Modell werde nicht häufiger zurückgeschickt als erwartet und in der Branche üblich. «Anderes anzudeuten ist entweder eine grobe Missdeutung der Daten oder eine absichtliche Manipulation», beschwerte sich Blackberry-Chef Torsten Heins. Nach immensen Kursverlusten gestern legte die Blackberry-Aktie heute rund ein Prozent zu.

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Für Blackberry muss das Z10 ein Erfolg werden. Schlagzeilen, dass sich das Modell als Ladenhüter entpuppt, dürften dabei nicht helfen. Der Konzern droht im Klammergriff von Apple und Samsung in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Zuletzt überraschten die Kanadier allerdings mit einem Gewinn im vergangenen Geschäftsquartal und peilen auch für das laufende schwarze Zahlen an.

(jev/reuters)