Mehrere US-Medien wollen das FBI mit einer Klage zwingen, mehr Informationen zu der Klage herauszurücken, mit der das iPhone des getöteten Attentäters von San Bernardino geknackt wurde.

In dem Fall, der für viel Aufsehen sorgte, hatte sich Apple trotz richterlicher Anweisung geweigert, US-Behörden ein Programm zu liefern, das den Passwortschutz eines iPhone 5c aushebeln konnte. Das FBI erklärte schliesslich, man habe sich Zugang zu Informationen auf dem Gerät mit Hilfe eines externen Dienstleisters verschafft.

Wie viel Geld ist geflossen?

Die US-Medien wollen nun in der Klage von Freitag unter anderem wissen, wie viel Geld und an wen das FBI dafür bezahlt hat. Die Kläger sind die Nachrichtenagentur AP, das Medienhaus Gannett mit der Zeitung «USA Today» sowie Vice Media.

Das Attentäter und seine Frau hatten in der kalifornischen Stadt San Bernardino 14 Menschen getötet. Das Paar, das die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) unterstützt haben soll, starb bei einer Schiesserei mit der Polizei. Da es sich um einen Fall von Terrorismus handelte, gab es auch politischen Druck auf Apple, dem FBI nachzugeben.

Anzeige

Datensicherheit für alle Nutzer geschwächt

Apple argumentierte, durch ein Entsperr-Programm würde die Datensicherheit für alle Nutzer geschwächt. Der Konzern störte sich zudem daran, dass die Regierung als rechtliche Grundlage für ihre Forderungen den «All Writs Act» von 1789 vorbrachte - ein Gesetz, das Richter grundsätzlich bevollmächtigt, nötige Massnahmen zu verfügen.

Apple warnte, mit einem solchen Präzedenzfall könne die Tür für eine weitreichende Überwachung elektronischer Geräte geöffnet werden.

(sda/gku)