Der Nachrichtendienst Whatsapp sorgte auf dem Mobile World Congress bereits für Wirbel, als es eine Funktion für kostenlose Telefonate ankündigte. 

Darüber hinaus präsentierten die Hersteller die wichtigsten Trends des Jahres. Deutlich spürbar war am Mobile World Congress der Trend zur Technik, die direkt am Körper getragen wird. Huawei aus China, der drittgrösster Handyhersteller der Welt, präsentierte bereits am Sonntagabend eine intelligente Uhr namens TalkBand, die in Europa für unter 100 Euro zu haben sein soll.

Smart Watches von Samsung und LG

Der Branchenriese Samsung aus Südkorea stellte ebenfalls am Vorabend der Messe Gear 2 und Gear Neo, die Nachfolgemodelle seiner wenig erfolgreichen Smartwatch Galaxy Gear, vor. Konkurrent LG, ebenfalls aus Südkorea und Nummer vier weltweit, kündigte seine intelligente Uhr noch für dieses Jahr an.

Schlaue Uhren verbinden sich per Funk über Bluetooth mit einem Smartphone, benachrichtigen den Nutzer über neue E-Mails, SMS oder Mitteilungen sozialer Netzwerke und erlauben auch Anrufe per Handy. Sind sie mit einer Kamera ausgestattet, können sie Fotos und Videos aufnehmen. Weitere Funktionen sind je nach Hersteller beispielsweise Zählung von Schritten, Aufzeichnung der Schlafphasen und Messung der Herzfrequenz.

Smartphone mit hochauflösendem Bildschirm

Der japanische Hersteller Sony zeigte am Montag in Barcelona das intelligente Armband SmartBand SWR10, das ähnlich wie die Uhren Fotos macht und sportliche Aktivitäten aufzeichnet. Zudem stellte Sony sein neues Smartphone Xperia Z2 vor, dass einen hochauflösenden HD-Bildschirm und eine Kamera mit mehr als 20 Megapixeln bietet.


Der finnische Handyhersteller Nokia präsentierte eine neue Baureihe von Mobiltelefonen, die mit dem Google-Betriebssystem Android laufen. Bislang hat die Firma für ihre Smartphones das teurere Betriebssystem Windows Phone von Microsoft verwendet. Die Nokia-Handysparte wird in Kürze von Microsoft übernommen. Die drei Android-Telefone X, X+ und XL böten Microsoft-Dienste an, versicherte ein Nokia-Manager. Es sei nicht möglich, Google-Anwendungen wie etwa den Play Store zum Kauf von Apps anzusteuern. Nokia sieht die drei Smartphones als Einsteigermodelle für Kunden, die weniger als 150 Euro ausgeben wollen.

Bildschirm teilen

Ein neues Android-Smartphone zeigte am Montag auch der chinesische Hersteller ZTE. Der Sechs-Zoll-Bildschirm des Grand Memo II LTE lässt sich optisch zweiteilen, so dass Nutzer etwa am selben Gerät ein Fussballspiel schauen und dieses gleichzeitig in sozialen Netzwerken kommentieren können.

Ein besonders günstiges Smartphone kündigte in Barcelona die gemeinnützige Mozilla-Stiftung an. Das Gerät soll rund 25 Dollar kosten und ist vor allem für Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern gedacht.

(sda/me/vst)

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