Die Handyverkäuferin Mobilezone hat im Geschäftsjahr 2011 einen um 1,9 Prozent höheren Umsatz von 305,6 Millionen Franken erzielt. Der Betriebsgewinn (Ebit) verringerte sich derweil um 25 Prozent auf 24,4 Millionen und der Konzerngewinn um 22 Prozent auf 20,7 Millionen, wie das Unternehmen mitteilte.

Mit den Zahlen hat das Unternehmen die Erwartungen der Bank Vontobel übertroffen. Die Analysten hatten mit einem Umsatz von 303 Millionen, einem Ebit von 21,8 Millionen und einem Konzerngewinn von 18,6 Millionen Franken gerechnet.

Ausschüttungspolitik beibehalten

Die Dividende soll 0,6 nach 0,7 Franken im Vorjahr betragen; bei einem Gewinn pro Aktie von 0,58 Franken liegt die Ausschüttung damit um 2 Rappen über dem Jahresgewinn. Mobilezone plane, auch in Zukunft das Eigenkapital aktiv zu bewirtschaften und die erzielten Gewinne grösstenteils auszuschütten, solange die Gesellschaft über eine komfortable Finanzstärke verfüge und sich keine strategischen Akquisitionsopportunitäten ergäben, heisst es weiter.

Der Trend hin zu teureren Smartphones bei gleichbleibender Verkaufsprämie habe vor allem zu Beginn des Jahres zu einem Rückgang der Profitabilität geführt. Die Bruttogewinnmargen hätten jedoch im Frühsommer wieder stabilisiert werden können. Die verzögerte Erscheinung einiger Top-Geräte - zum Beispiel des Apple iPhone 4S - habe viele Kunden zum Zuwarten mit dem Handykauf verleitet. Dies habe die Kundenfrequenzen in den 140 Shops und damit die Verkaufszahlen beeinträchtigt.

Anzeige

2012 von Unsicherheit geprägt

Nach einem herausfordernden 2011 werde voraussichtlich auch 2012 für den Detailhandel von Unsicherheit geprägt sein, lautet der vorsichtige Ausblick des Unternehmens. In diesem schwierigen Marktumfeld sieht sich Mobilezone dennoch «dank weitsichtigen Investitionen in neue Dienstleistungen und Angebote» gut positioniert.

Mobilezone will vor allem den Servicebereich 2012 weiter ausbauen. Das Help Center-Netz werde dazu von zwei auf bis zu sechs Standorte im laufenden Jahr ausgebaut. Dieser Ausbau werde durch die Übernahme des Handyreparatur-Dienstleisters Mobiletouch per Anfang Jahr möglich, welche aufgrund der tiefen Kapitalmarktzinsen weitgehend fremdfinanziert wurde.

(vst/chb/awp)