Der Internet-Nachrichtendienst Twitter hat die US-Regierung im Zusammenhang mit der Online-Überwachung seiner Nutzer verklagt. Bislang werde man gesetzlich daran gehindert, über den genauen Umfang der Geheimdienstmassnahmen zu berichten, hiess es am Dienstag in einem Blog des Unternehmens.

Dies gelte selbst für den Fall, dass keinerlei Überwachungsanforderungen gestellt worden seien. Die Klage vor dem Bundesbezirksgericht in Nordkalifornien mache geltend, dass diese Praxis nicht mit dem Recht auf Meinungsfreiheit vereinbar sei. «Wir haben versucht, ohne Klage den Grad an Transparenz zu erzielen, den unsere Leser verdienen», hiess es weiter. «Aber umsonst.»

Auslöser Edward Snowden

Nach den Enthüllungen des ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden fordern mehrere grosse amerikanische Technologieunternehmen von der Regierung in Washington, ihre Nutzer genauer über die gesetzlich vorgeschriebene Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten informieren zu können.

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(reuters/gku)