Der umstrittene Taxi-Konkurrent Uber muss jetzt auch in Portugal den Betrieb einstellen. Das Zivilgericht in Lissabon habe am Dienstag einer entsprechenden Klage des Taxiverbandes Antral stattgegeben, wie Antral mitteilte. Der Fahrtdienstvermittler müsse ab sofort den Transport von Passagieren aufgeben und seine Homepage schliessen, heisst es in dem vom Verband veröffentlichten Gerichtsurteil.

Antral hatte gegen Uber wegen unlauteren Wettbewerbs und Verstössen gegen das Personenbeförderungsgesetz geklagt. «Das ist ein grosser Sieg, der Sieg eines Rechtsstaates», jubelte Antral-Präsident Florêncio Almeida.

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10'000 Euro pro Tag

Erst Ende 2014 war Uber unter anderem in den Niederlanden, Spanien und Frankreich durch gerichtliche Entscheidungen gestoppt worden. In Portugal forderte die Justiz die Telekomkonzerne nun auf, ihre Dienste für den Fahrtdienstvermittler sofort einzustellen.

Bei Missachtung des Gerichtsurteils muss Uber für jeden Tag 10'000 Euro Strafe zahlen. Der für Portugal zuständige Firmen-Sprecher Rui Bento sagte allerdings der Zeitung «Público», man habe noch keinen Bescheid der Justiz bekommen. Das US-Unternehmen aus San Francisco, das Fahrten über eine Homepage und eine Smartphone-App vermittelt, hatte den Betrieb in Portugal im vergangenen Juli aufgenommen.

(awp/gku)