Der starke Dollar setzt dem US-Softwarehersteller Oracle zu. Der Umsatz stagnierte im dritten Geschäftsquartal bei 9,3 Milliarden Dollar und verfehlte damit die Expertenprognosen knapp, wie der SAP-Rivale am Dienstagabend mitteilte. Ohne negative Währungseinflüsse durch den kräftigen Anstieg des Dollarkurses hätten die Erlöse zum Vorjahr um sechs Prozent zugelegt.

Der Gewinn sank um knapp drei Prozent auf 2,49 Milliarden Dollar. Hoffnung macht dem Hersteller von Firmensoftware allerdings das zukunftsträchtige Geschäft mit Datendiensten im Internet. Der Umsatz im sogenannten Cloud Computing stieg um 30 Prozent auf 372 Millionen Dollar.

Branche im Wandel

Die Computer- und IT-Branche befindet sich in einem Wandel. Das traditionelle Geschäft wird schwieriger, dafür wird die Technologiewelt zunehmend vom Internet dominiert. Wie die Konkurrenten SAP, Hewlett-Packard, Cisco und IBM pumpt deshalb auch Oracle viel Geld in das Cloud-Computing, bei dem Kunden Speicher- und Softwaredienstleistungen von Rechenzentren ins Internet verlagern und dort mieten, statt zu kaufen.

Vielen Unternehmen fällt dieser Geschäftsumbau aber schwer. Experten sehen Oracle dabei aber auf einem guten Weg. «Zwar ist der Gegenwind durch den starken Dollar für Oracle und seine Technologie-Rivalen massiv. Das Unternehmen zeigt aber Fortschritte an der auch für die Investoren wichtigen Cloud-Front», sagte Analyst Daniel Ives vom Broker FBR Capital Marktes. Im nachbörslichen Handel stiegen die Oracle-Aktien um mehr als drei Prozent.

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(reuters/ise/chb)