Auf der Baselworld 2017 hatte die Uhrenmarke Porsche Design mit ihrer Monobloc-Actuator-Uhrenserie bereits für Aufsehen gesorgt. Einen Monat später liefert die Mutter der Uhrenmarke, die Porsche Design Group in Ludwigsburg, erneut Schlagzeilen. Sie gehört neu zu 100 Prozent dem Namensgeber, dem Sportwagenhersteller Porsche.

Die Stuttgarter haben von einer Beteiligungsgesellschaft der Familie Porsche die restlichen 35 Prozent des Aktienkapitals übernommen. Schon bisher waren 65 Prozent der Design Group im Besitz Porsches.

Zusätzlicher Schwung

«Der Zukauf drückt die strategische Relevanz der Porsche Design Group für unser Unternehmen aus. Wir werden die Lifestyle-Aktivitäten enger mit dem Automobilgeschäft verzahnen», sagt Lutz Meschke, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende sowie Vorstand Finanzen und IT von Porsche. «Die strategische Grundausrichtung der Porsche Design Group bleibt von der Anteilsübernahme unberührt.»

«Erster Ausdruck der noch engeren Verzahnung ist die auf der Messe Baselworld vorgestellte Monobloc-Actuator», sagt Jan Becker, der bisherige Sprecher der Geschäftsführung der Porsche Design Group. Becker wird die Tochtergesellschaft künftig als Vorsitzender der Geschäftsführung leiten. «Die innovative Uhr wurde in Zusammenarbeit mit den Rennsportingenieuren von Porsche Motorsport in Weissach entwickelt», so Becker weiter.

Jenseits der Grenzen des Porsche

Strategisch werde der Fokus auf Lifestyle-Produkten für Männer liegen. Porsche Design ist eine Premium-Lifestyle-Marke, die 1972 von Professor Ferdinand Alexander Porsche gegründet wurde. Der Designer des Porsche 911 hatte die Vision eines Unternehmens, das die Prinzipien und den Spirit von Porsche über die Grenzen des Automobils hinausträgt.

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Porsches Grundidee: «Alle Porsche Design-Produkte stehen für Präzision und Perfektion, intelligente Funktionen, ein anspruchsvolles funktionales Design und verfügen über ein beeindruckendes technologisches Innovationsniveau.

Designt in Österreich, produziert in Solothurn

Entworfen und designt werden sie vom Studio F. A. Porsche in Zell am See (Österreich), realisiert von ausgewählten Produktionspartnern. Dazu gehört im Uhrenbereich die Porsche Design Timepieces in Solothurn mit ihren gegen 20 Beschäftigten. An der Biberiststrasse werden die Porsche-Uhren seit 2014 gebaut. General Manager der Timepieces ist Gerhard J. Novak.

Auf der Baselworld wurden für die nächsten Monate verschiedene Neuheiten versprochen, wobei Porsche-Uhren auch künftig vor allem aus dem Gehäusematerial Titan bestehen und grösstenteils schwarz sein werden. Vorstellbar ist, dass künftig in den teureren Sportwagen aus Stuttgart Schweizer Mechanik tickt.

Zusätzlich ist die Uhrenmarke offizieller Timing-Partner des Porsche Motorsport GT-Werkteams, das am Osterwochenende beim 6-Stunden-Auftaktrennen zur diesjährigen FIA-Langstrecken-WM im britischen Silverstone mit zwei Porsche 919 Hybrid die Plätze 2 und 3 (mit dem Schweizer Piloten Neel Jani) belegte.