Eine Auswertung der Google-Trends zeigt für das Jahresende 2014 ein unerwartetes Ergebnis. Während die Suchbegriffe Taxi und Nez Rouge rund um den 31. Dezember wie jedes Jahr einen Höchststand erreichten, wurde der Taxischreck-Fahrdienst Uber nur wenig gesucht.

Da Google keine absoluten Zahlen veröffentlicht, lassen sich aus den Google-Trends auch keine direkten Rückschlüsse über das Weihnachts- und Neujahrsgeschäft der drei Fahrdienste ziehen. Interessant sind die Ausschläge bei den Suchbegriffen aber trotzdem. Denn sie beweisen, dass Uber bei der Schweizer Kundschaft trotz dem riesigen Medienhype noch nicht angekommen ist.

Taxis sind noch lange nicht tot

So betragen die relativen Werte für den 24. Dezember 23 Punkte für Taxi, acht für Nez Rouge und fünf für Uber (siehe Grafik unten). Auch am 31. Dezember, einem Spitzentag für Fahrdienste, wurde Uber so wenig gesucht, dass es bei Google-Trends nicht einmal gewertet wird (null Punkte), während die Suchen nach Nez Rouge (auf 14) und Taxi (auf 61) angestiegen sind.

Den Spitzenwert erreicht der Suchbegriff Taxi wenig überraschend am 1. Januar (folglich 100 Punkte). Uber hingegen wird auch an diesem Tag kaum gesucht und klebt mit vier Punkten immer noch ganz unten fest.

Auch Nez Rouge bleibt gesucht

Das Fazit: Die Schweizer vertrauen sich offenbar immer noch lieber den teuren Taxi-Unternehmen an. Die Angst der Taxifahrer vor dem Fahrdienst Uber scheint ebenso von den Medien angeheizt, wie die Ausschläge für Uber bei Google-Trends.

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Häufiger gesucht wurde Uber nämlich nicht an Tagen wo Leute ein Taxi brauchen – sondern an solchen, wo das US-Unternehmen Negativschlagzeilen schrieb. Erfolgreich war dagegen auch 2014 der Fahrdienst Nez Rouge. Bis am 26. Dezember begleiteten die freiwilligen Chauffeure im letzten Monat bereits 16'000 Angetrunkene nach Hause – 13 Prozent mehr als im Vorjahr.

Aktueller Stand der Google-Trends (Taxi, Nez Rouge, Uber). Der Text bezieht sich auf die Auswertung vom 5. Januar 2014.