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Purpur ist die Hoffnung

 

Durch die Fusion mit Purple Labs soll der glücklose Spezialist für Handy-Software auf Kurs gebracht werden. Das Sagen haben jetzt die Franzosen.

Von Jorgos Brouzos
am 24.03.2009

Seit Jahresbeginn notiert die Esmertec-Aktie 40% schwächer, vor wenigen Tagen stand sie gerade noch bei 3.60 Fr. Im Zuge der Generalversammlung konnte sie immerhin um 16% auf 4.50 Fr. zulegen. Der Grund dafür war, dass die GV den Kauf des französischen Handy-Software-Unternehmens Purple Labs absegnete.

Die Übernahme soll in den nächsten Wochen über die Bühne gehen. Das neue Unternehmen wird den Namen Myriad Group tragen und in der Schweiz kotiert bleiben. Der Umsatz des grössten Anbieters von Handy-Software soll 125 Mio Dollar betragen. Myriad wird alle namhaften Handy-Produzenten mit Software beliefern.

Neue Köpfe für den Turnaround

Esmertec war für Investoren bislang kein gutes Geschäft und erreichte nie die Gewinnzone. Den Höchststand verzeichnete die Aktie vor über drei Jahren bei 26.25 Fr. Seither pendelte sie zwischen 12 und 4 Fr. Das enttäuschte wohl auch die Beteiligungsgesellschaften Earlybird, Sofinnova und den Vermögensverwalter Partners Group: Alle drei sind Eigner von Purple Labs und auch im Besitz von grossen Esmertec-Positionen.Simon Wilkinson soll nun Myriad auf Kurs bringen. Er ersetzt Thomas Hornung auf dem Posten des CEO. Doch nicht nur Wilkinson stösst von Purple Labs zu Myriad.

Das rückt auch die Übernahme in ein besonderes Licht. Im neuen Verwaltungsrat sind die vier Purple-Labs-Mitglieder gegenüber zwei von Esmertec in der Überzahl. Hans Peter Baumgartner bleibt auf dem Posten des Verwaltungsratspräsidenten. Jedoch wird der VR durch den neuen CEO und zwei weitere Mitglieder mit Purple-Labs-Karriere ergänzt.

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