Apple bleibt hartnäckig: Weil das Design des Galaxy Tab 10.1 zu nah an dasjenige des iPad angelehnt ist, will das Unternehmen aus Cupertino das Samsung-Produkt aus dem Verkehr ziehen. In einem ersten Anlauf biss Apple in den USA juristisch noch auf Granit - jetzt gab es in zweiter Instanz Rückendeckung.

Entsprechend hält Apple gemäss dem Blog «Apple Insider» an seinen Plänen für ein Samsung-Verkaufsverbot fest. Das neue Gerichtsurteil könnte zur Folge haben, dass bereits ab kommendem Monat das Samsung-Tablet in den USA nicht mehr in den Handel gelangen darf.

«Im ersten Versuch von Apple wurde auch das Vertriebsverbot für das Samsung Galaxy S und das Samsung Infuse 4G beantragt», heisst es in einem Bericht der Technologie-Plattform «Telekom Presse». Mit dem zweiten Antrag fordere Apple zudem einen Beschluss ohne vorheriger Anhörung.

Die beiden Unternehmen wurden angewiesen, sich am 21. und 22. Mai zu einem Gespräch zu treffen, um zu einer aussergerichtlichen Einigung zu kommen. Bis zum 25. Mai habe Samsung gemäss Bericht Zeit, auf den Antrag zu reagieren.

Scheitert das Gespräch zwischen den beiden Firmen, dürfte voraussichtlich am 7. Juni über das Verkaufsverbot des Galaxy Tab 10.1 und wohl auch des Samsung Galaxy Nexus verhandelt werden.

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Bleibt Apple erfolgreich, würde das Galaxy Tab 10.1 wohl einem Redesign unterzogen. Auch in Deutschland hatte Samsung rasch auf die Vorwürfe der Patentsverletzung reagiert und unter dem Namen Galaxy Tab 10.1 N ein «neues» Tablet auf den Markt gebracht.

(vst)