In der Automobilindustrie werden jetzt die harten Bandagen ausgepackt – zumindest in der Werbung. In zwei Spots für ein Hybridfahrzeug macht sich BMW unverhohlen über einen Konkurrenten lustig. Der ist nicht namentlich genannt, aber trotzdem eindeutig als Tesla erkennbar.

BMW spielt offensichtlich darauf an, dass es schon mehr als 370'000 Vorbestellungen für den Tesla Model 3 gibt, die Kunden aber noch einige Zeit auf ihr Auto warten müssen: Erst Ende 2017 soll die Produktion starten. Experten halten Teslas Zeitplan ausserdem für heikel

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Unfairer Vergleich?

Die Häme von BMW wollen Tesla-Fans aber nicht auf sich sitzen lassen. Innerhalb kürzester Zeit hagelte es Kommentare: Ein Hybridauto sei überhaupt nicht zu vergleichen mit einem vollständig elektrisch betriebenen Fahrzeug, schreiben viele Nutzer.

Eine ganz andere Meinung vertritt Investment-Guru Marc Faber. Wie er gegenüber dem amerikanischen Nachrichtensender CNBC sagte, könnten Mercedes, BMW oder Toyota ebenso gute Elektroautos bauen wie Tesla. Der Pionier müsse sich also auf Konkurrenz einstellen. Investoren rät Faber gar die Tesla-Papiere zu «shorten», also auf Kursverluste zu setzen.

Die Spots sind trotzdem lustig, und wer noch immer auf seinen Tesla wartet, kann sich damit bestimmt die Zeit vertreiben.