Der taiwanische Apple-Zulieferer Foxconn baut angesichts steigender Arbeitskosten und abflauenden Wachstums auf dem Smartphone-Markt Stellen ab. Ein Sprecher des Konzerns nannte zwar weder Zeitraum noch Umfang der geplanten Massnahmen. Er wies aber in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters darauf hin, dass die Arbeitskosten sich seit 2010 mehr als verdoppelt hätten.

Zudem seien die Zeiten des zweistelligen Umsatzwachstums vorbei. «Selbst wenn sich die Technologie verbessert, wird der Preis fallen», sagte der Sprecher über die Entwicklung bei Smartphones und anderen mobilen Geräte. «Wir haben uns damit abgefunden, unsere Kunden haben sich damit abgefunden.»

Eine Million Roboter

Die Foxconn-Gruppe und ihr Flaggschiff-Unternehmen Hon Hai Precision Industry beschäftigen etwa 1,3 Millionen Menschen. Der Hauptkunde ist der amerikanische iPhone- und iPad-Bauer Apple. In diesem Jahr dürfte das Wachstum auf dem Smartphone-Markt auf 13 Prozent abklingen, halb so viel wie im Jahr zuvor, wie die Forschungsgruppe IDC schätzt.

Daher setze Foxconn langfristig auf Automatisierung, um die Arbeitskosten im Griff zu halten, sagte der Sprecher. Die vom Konzern-Vorsitzenden Terry Gou ins Spiel gebrachte Zahl von einer Million Roboter sei allerdings weniger ein festes Ziel als «ein allgemeines Konzept».

(reuters/tno/moh)