Sunrise konnte den Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) um 13,1 Prozent auf 608 Millionen Franken steigern. Der Umsatz schrumpfte indes um 1,8 Prozent auf 1,98 Milliarden Franken. Grund für den Rückgang sei der internationale Handel mit Telefonieminuten, den man bewusst reduziert habe, erklärte Sunrise in einem Communiqué.

Ohne dieses Geschäft, das kaum Gewinn abwirft, habe sich der Umsatz dagegen um 2,1 Prozent auf 1,86 Milliarden Franken verbessert. Zudem sei die Betriebsgewinnmarge gestiegen.

Schub verlieh das Mobilfunkgeschäft, das den Umsatz um 7,2 Prozent auf 1,29 Milliarden Franken erhöhen konnte. Sunrise profitiert vom Boom der Alleskönnerhandys (Smartphones), mit denen die Leute unterwegs surfen. Deshalb wechseln auch Prepaidkunden zu Abonnements, um einen pauschalen Datentarif zu erhalten.

Kundenrekord

Die Zahl der Abokunden im Mobilfunk stieg um elf Prozent auf 1,1 Millionen, während jene der Prepaidkunden leicht abnahm. Insgesamt knackte Sunrise erstmals die Grenze von drei Millionen Kunden. Das sind 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Festnetz- und Internetgeschäft gingen die Umsätze dagegen zurück. Weil aber auch hier immer mehr Kunden zu Bündelangeboten greifen, bleibt bei Sunrise mehr in der Kasse hängen.

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Jetzt profitiert das Unternehmen davon, in die Entbündelung der letzten Meile von der Telefonzentrale bis zum Hausanschluss investiert zu haben. Dadurch kann Sunrise eigene Festnetz- und Internet-Angebote unabhängig von der Swisscom verkaufen.

«Ich bin sehr zufrieden mit unserem Geschäftsergebnis 2011», erklärte Sunrise-Chef Oliver Steil. Sunrise habe bewiesen, dass es auch in einem hart umkämpften Umfeld möglich sei, Schritt für Schritt zu wachsen und Erfolge zu feiern. Hoffnungen setzt Steil in sein jüngstes Baby Sunrise TV. Das Fernsehangebot war vor zwei Monaten auf Sendung gegangen.

(chb/muv/sda)