Der Chef des japanischen Autozulieferers Takata hat sich erstmals für das globale millionenfache Rückrufdesaster um defekte Airbags entschuldigt. «Ich möchte jenen mein Beileid aussprechen, die ihr Leben verloren haben», sagte Shigehisa Takada bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit Verschärfung der Krise vergangenen Jahres. Die Airbags des Unternehmens sind ein Dauer- Problem der gesamten Autobranche – es besteht nämlich die Gefahr, dass sie unvermittelt auslösen.

Dabei kann es zu einer gefährlichen Explosion kommen, bei der Teile der Metallverkleidung durch den Innenraum des Autos geschleudert werden. Mittlerweile werden acht Todesfälle und mehr als 100 Verletzte mit diesem Problem in Zusammenhang gebracht. Das Airbag- Desaster hat zur grössten Rückruf-Aktion der US-Geschichte geführt.

Erste persönliche Äusserung zur Airbag-Krise

Er bedauere den grossen Ärger, den sein Unternehmen verursacht habe, sagte Takada nach japanischen Medienberichten vom Freitag. Er konzentriere sich darauf, dem Problem mit den Airbags auf den Grund zu gehen und die «nötigen Massnahmen zu ergreifen, die Sicherheit zu gewährleisten», sagte der Chef des weltweit zweitgrössten Airbag-Herstellers. Es ist das erste Mal, dass sich Takada persönlich zu der Krise äusserte. Es sei seine eigene Verantwortung, das Problem zu lösen, sagte Takada und deutete damit an, dass er trotz der Kritik an seiner Person nicht beabsichtigt, wegen des Debakels zurückzutreten.

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(awp/me/ama)