Das Zürcher Medienhaus Tamedia hat im März eine Bezahlschranke für das Online-Angebot des Tages-Anzeigers eingeführt. Dieses Bezahlmodell wird in den nächsten Monaten bei sämtlichen bezahlten Angeboten  des Tamedia-Konzerns eingeführt, sagt Tamedia-Chef Christoph Tonini in der «Handelszeitung».

«Bis Ende 2015 werden wir alle Bezahlzeitungen auf das digitale Bezahlmodell bringen.» Die nächste Zeitung, bei der eine Bezahlschranke wird, ist der Berner «Bund». Tonini: «Nach dem Tages-Anzeiger starten wir beim Bund in Bern, dann folgen 24 heures und Tribune de Genève in der Romandie.»

«Mehr als ein simples Verzeichnis»

Mit dem Zusammenlegen der beiden Verzeichnisdiensten Local.ch und Search.ch hat Tonini grosse Pläne: «Gemeinsam mit Swisscom wollen wir nicht einfach ein simples Verzeichnis anbieten, sondern Dienstleistungen für kleine und mittlere Schweizer Unternehmen aufbauen, die diesen ein zeitgemässes Online-Marketing erlauben.»

Ausserdem sollen die Redaktionen von «Tages-Anzeiger» und «SonntagsZeitung» enger zusammenarbeiten. Dies gilt für die Ressorts Gesellschaft und Kultur. Tonini: «Es gibt es sicher weitere Gebiete wie Layout, Infografik oder Korrektorat, in denen die beiden Redaktionen zusammenarbeiten können.» Und weiter: «Bei den Ressorts Inland, Bundesbern, Wirtschaft ist eine Kooperation anspruchsvoller, aber langfristig nicht unvorstellbar.» Allerdings dürfe die «SonntagsZeitung« nicht zur siebten Ausgabe des «Tages-Anzeiger» werden.

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