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Turbo-Funk für Apples iPhone 5

So soll gerüchteweise das iPhone 5 aussehen. (Quelle: iLab Factory)

Zweifel gibt es kaum noch - am 12. September stellt Apple das neue iPhone vor. Nach neusten Gerüchten soll in diesem der sogenannte LTE-Standard verbaut sein, der in der Schweiz noch in der Pilotphase

Veröffentlicht am 08.09.2012

Das Versprechen von Apple war zweideutig eindeutig: «Es ist fast schon da», hiess es in der Presseeinladung zum 12. September. Ein Schatten im Hintergrund symbolisiert die Zahl fünf - deutliche Anzeichen, dass am kommenden Mittwoch das neue iPhone vorgestellt wird.

Wie die Online-Ausgabe des «Wall Street Journal» (WSJ) erfahren haben will, soll das iPhone 5 den schnellen Datenfunk «Long Term Evolution», kurz LTE, unterstützten. Smartphones anderer Firmen wie etwa Samsung bieten diesen Dienst bereits an.

Das iPhone 5 werde laut Bericht mit LTE-Netzen unter anderem in den USA, Europa und Asien funktionieren, aber wohl nicht bei jedem Mobilfunkbetreiber erhältlich sein, so «WSJ Online». Namen von Betreibern werden nicht genannt.

LTE bietet eine deutlich höhere Geschwindigkeit zur Datenübertragung als bisherige UMTS-Netze, was aber nicht immer reibungslos funktioniert. Ein Problem für Gerätehersteller sei es, dass in verschiedenen Ländern oft unterschiedliche Frequenzbereiche genutzt werden.

Regionale Unterschiede

So kenne das im Frühjahr eingeführte aktuelle iPad-Modell nur die vor allem in Nordamerika eingesetzten LTE-Frequenzen 700 und 2100 Megahertz. Welche Frequenzen von einem Gerät unterstützt werden, hängt vom eingebauten Chip ab.

Von Apple war bereits erwartet worden, dass das nächste iPhone LTE in mehr Regionen unterstützt. Beim iPad-Start hatte der Konzern nicht sofort klargestellt, dass es nicht überall LTE-Netze nutzen kann. Deshalb war Apple damals kritisiert worden und musste in Australien eine millionenschwere Strafe zahlen.

Einführung in der Schweiz noch ausstehend

In der Schweiz haben bereits einige Mobilfunkbetreiber Tests von LTE durchgeführt. Noch steht die Einführung des neuen Mobilstandards bevor. Davos war im November 2011 die erste Stadt, in der Swisscom, LTE als Pilotprojekt einführte. Weitere Tourismusorte folgten.

Laut Swisscom sei das Projekt ein Erfolg, weshalb man bis Ende des Jahres in zwölf Städten 4G-Empfang realisieren und 2013 den flächendeckenden Ausbau beginnen wolle. Insgesamt kostet die Swisscom fast 1,5 Milliarden Franken.

Mit LTE sind Übertragungsraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) möglich. Die maximale Surfgeschwindigkeit des Swisscom-Mobilfunknetzes mit der bisherigen Technik beläuft sich derzeit auf 42 Mbit/s, allerdings nicht flächendeckend.

(vst)

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