Der umstrittene Fahrdienst Uber will spätestens im Sommer einen neuen, legalen Service in Deutschland anbieten. Die Fahrer sollen dann über einen gültigen Personenbeförderungsschein verfügen, wie der Deutschland-Chef von Uber, Fabien Nestmann, der «Wirtschaftswoche» sagte.

Uber werde den Fahrern den bis zu 200 Euro teuren Schein sowie einen Anreizzuschlag zahlen. «Auch bezahlen wir unseren Partnern die 150 bis 200 Euro Kosten für die Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer, wenn sie sich als Taxi- und Mietwagenunternehmer lizenzieren lassen wollen», sagte Nestmann weiter. Derzeit sind seinen Angaben zufolge 1600 Fahrer in Deutschland für Uber aktiv.

Vor Gericht stets verloren

Uber kämpft an verschiedenen gerichtlichen Fronten um seinen umstrittenen Dienst UberPop und zog dabei in Deutschland bisher stets den Kürzeren.

Kernstreitpunkt rund um den Dienst UberPop ist, dass dieser von Fahrern in Privatwagen angeboten wird, die anders als normale Taxifahrer in der Regel über keine amtlichen Lizenzen zur Fahrgastbeförderung verfügen.

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Rahmenbedingungen verletzt

Darauf stützen sich auch die von Verwaltungsgerichten bestätigten behördlichen Verbote. Diese stellen darauf ab, dass Uber so gegen zwingend geltende rechtliche Rahmenbedingungen auf dem deutschen Taximarkt verstösst.

(sda/gku/moh)