Wer sich in einem der vielen Apple-Stores in den USA als Kunde mit iranischen Wurzeln outet, bekommt unter Umständen von den Apple-Mitarbeitern kein iPhone, iPad oder MacBook verkauft. Dies zumindest geht aus einem Bericht der «Financial Times Deutschland» hervor.

Dort berichten verschiedene iranischstämmige Kunden von diskriminierendem Verhalten einiger Apple-Mitarbeiter. Diese verhindern mit dem Verweis auf das US-Embargo gegen den Iran den Verkauf von sämtlichen Apple-Produkten.

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Aus der Apple-Zentrale in Cupertino kommt zwar ein Dementi, dass man niemanden diskriminiere und stolz auf Kunden aus aller Welt und aller Ethnien sei. Doch auf konkrete Einzelfälle geht der Technologiekonzern nicht ein.

Überreaktion auf US-Embargo

Die «FTD» hält jedoch Apples Firmenpolitik für ein gutes Beispiel, wie westliche Konzerne seit dem verschärften US-Embargo im Umgang mit dem Iran überreagieren. Dabei seien Schikanen gegen iranischstämmige Apple-Kunden völlig «nutzlos».

Die USA hatten im Januar 2012 ihre Sanktionen gegen den Iran verschärft. Diese sollen die iranische Zentralbank, über die Teheran so gut wie alle Ölexporte abwickelt, weiter isolieren und damit den Druck auf das iranische Regime erhöhen.

(aho/vst)