Der Bund soll landesweite Sammelstellen für Armeewaffen einführen. Dies fordert Denis Froidevaux, Präsident der Schweizerischen Offiziersgesellschaft. Besitzer sollten zudem zu einer Rückgabe nicht mehr gebrauchter Waffen bewegt werden.

Es sei unbestritten, dass das Zuhauselagern alter Armeewaffen die öffentliche Sicherheit schwerwiegend gefährden könne, erklärte Froidevaux in der Sendung «Heute Morgen» von Schweizer Radio SRF. Die Glaubwürdigkeit der Armee werde jedes Mal belastet, wenn es zu Bluttaten mit nicht eingezogenen Armeewaffen komme.

Vortragsthema: 3D-«Gun Printing»

Eine ganz andere Einstellung zu Waffen hat Cody Wilson: Er will jedermann die Herstellung ermöglichen – mithilfe von 3D-Druckern. Wie «Heise» berichtet, trat der Jura-Student beim Southwest Festival in Texas und sprach über 3D-«Gun Printing». 

Wilson sei der Gründer der Gruppe Defense Distributed, die Informationen über die Nutzung von 3D-Druckern für die Waffenherstellung sammle und verbreite, schreibt die Tech-Nachrichtenseite. Die Nonprofit-Organisation wolle so die Herstellung von Feuerwaffen für alle zugänglich machen.

«Wie verhalten sich Regierungen, wenn sie eines Tages aufgrund der Annahme handeln, dass jeder Bürger über das Internet sofortigen Zugang zu Feuerwaffen hat?», fragt die Organisation auf ihrer Webseite. «Lasst es uns herausfinden.»

Einer der gefährlichsten Menschen der Welt?

Seinen Vortrag in Texas nutzte Wilson laut «Heise», um vorzuführen, welche Waffendesigns schon vorhanden sind und um zu kritisieren, dass sein Anliegen von anderen 3D-Druck-Anbietern nicht gutgeheissen wird. Die bisher rund 100 verfügbaren Designs wurden dem Bericht zufolge seit Dezember 2012 schon circa 400'000 Mal heruntergeladen.

Defense Distributed habe sich ausserderdem um eine staatliche Lizenz für die Waffenherstellung beworben. Das Magazin «Wired» hatte den Cody Wilson Ende vergangenen Jahres auf Platz 14 seiner Liste der 15 gefährlichsten Menschen der Welt gesetzt. 

Anzeige

(tno/vst/sda)