Apple wird dieses Jahr viel mehr als nur ein neues iPhone vorstellen. Gerüchten zufolge arbeitet der Tech-Riese auch fleissig an einer neuen Version des MacBook Pro, die der Welt wohl im Herbst präsentiert wird.

Das wird so langsam auch Zeit. Denn seit das MacBook Pro im Jahr 2009 auf den Markt kam, hat sich an dem Gerät nur wenig verändert: Es ist etwas dünner geworden, hat einen schärferen Retina-Bildschirm bekommen und einige technische Komponenten wurden aktualisiert. Jetzt dürfen sich Apple-Fans aber auf mehr Neuerungen freuen. Wir haben die Gerüchte und Leaks zusammengetragen, die bereits an die Öffentlichkeit gedrungen sind.

Zwei Versionen des MacBooks

Ming Chi Kuo ist Analyst bei KGI Securities und gilt als sehr zuverlässige Quelle in Sachen Apple-Produkte. Er sagt voraus, dass Apple 2016 zwei Versionen des MacBook Pro vorstellen wird, eine mit 13-Zoll-Display und eine mit einem grösseren 15-Zoll-Display.

Apple-Kenner Mark Gurman von «Bloomberg» glaubt, dass das Aussehen des MacBook Pro leicht überarbeitet wird. Das Notebook soll «an den Ecken flachere Rundungen» bekommen, die ihm ein schnittigeres und edleres Aussehen verleihen dürften.

Noch dünner

KGI-Analyst Kuo glaubt, dass das neue MacBook Pro sogar noch dünner werden wird als die aktuellen Modelle. Um das zu schaffen hat Apple laut der chinesischen Nachrichtenseite «Commercial Times» extra neue Scharniere entworfen, die besonders platzsparend sein sollen.

Eine der grössten Neuerungen beim kommenden MacBook Pro dürfte eine OLED-Leiste sein, die den Platz der F-Tasten ganz oben auf der Tastatur einnehmen wird. Wie «9to5Mac» berichtet, sollen Benutzer selbst entscheiden können, welche Tasten sie auf diese Leiste legen bzw. welche Funktionen damit schnell aufgerufen werden können. Die F-Tasten des aktuellen MacBook Pro sind nicht individualisierbar. 

Anzeige

Nutzer könnten zum Beispiel die Tasten zur Lautstärkeregelung an eine andere Stelle legen (aktuell geht das auf dem MacBook Pro über die Tasten F10 bis F12 ganz rechts auf der Tastatur), oder sich eine spezielle Taste zum Öffnen einer App einrichten.

Schnelle Datenübertragung

Externe Geräte sollen mittels USB-C-Stecker an einem Thunderbolt-3-Anschluss an das neue MacBook Pro angeschlossen werden, berichtet «Ars Technica». Für viele Geräte wie externe Laufwerke oder auch Monitore werdet ihr also einen Adapter brauchen. Dafür bekommt ihr dann aber auch eine besonders schnelle Datenübertragungsrate.

«Ars Technica» behauptet auch, dass der USB-C-Anschluss benutzt werden soll, um das neue MacBook Pro zu laden. Wir sind uns hier aber noch nicht sicher, ob das so eine gute Idee ist. Das aktuelle Ladekabel wird über eine magnetische Verbindung am MacBook Pro angeschlossen. Wenn ihr also einmal aus Versehen über das Kabel stolpert, zieht ihr nur den Stecker aus dem MacBook heraus und reisst nicht das ganze Gerät vom Tisch. Diese Sicherheitsvorkehrung für tollpatschige Menschen fiele dann weg und ihr müsstet in Zukunft deutlich besser aufpassen, wenn ihr euer teures Notebook nicht beschädigen wollt.

TouchID auf dem MacBook Pro

Apple-Analyst Kuo prognostiziert, dass der TouchID-Fingerabdrucksensor von iPhone und iPad nun auch auf dem MacBook Pro Einzug halten wird. Er soll in den Anschaltknopf integriert werden und könnte das Starten oder Entsperren des Laptops deutlich bequemer machen. Bislang müssen Nutzer dafür ein Passwort eingeben. Wer das mehrmals pro Tag macht, wird sich sicher schon das ein oder andere Mal nach dem komfortablen Fingerabdrucksensor gesehnt haben.

Das kommende MacBook Pro soll einen Prozessor aus der neuen Skylake-Familie von Intel besitzen, schreibt Mark Gurman bei «Bloomberg». Für Nutzer, die auf ihrem MacBook Pro zocken oder Filme schneiden wollen, wird es ausserdem eine Versionen mit mehr Grafikpower geben. Die soll dann die Grafikarchitektur Polaris von AMD liefern.

Für den Herbst hat Apple bereits die neue Betriebssystem-Version macOS Sierra angekündigt — und die bringt einige raffinierte Funktionen mit. Zum Beispiel soll Apples Sparchassistentin Siri euch in Zukunft auch bei vielen Aufgaben auf dem MacBook zur Hand gehen und das Gerät soll selbstständig erkennen, welche Dateien ihr nicht so oft benutzt und diese in die Cloud verschieben, so dass Speicherplatz auf dem Notebook frei wird.
Gurman, der normalerweise immer bestens informiert ist, glaubt, dass Apple das neue MacBook Pro im Oktober vorstellen wird. Dann gibt es auch weitere Informationen zu den Preisen und dem Verkaufsstart.

Dieser Text ist zunächst auf dem Business Insider Deutschland erschienen unter der Überschrift «Was wir alles schon über das neue MacBook wissen».