Ab heute gelten bei der Internetsuche mit Google neue Gesetze: Der Algorithmus des amerikanische Webgiganten platziert jene Seiten ab sofort weiter oben, die sich auf mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets leichter lesen lassen. Das heisst: Internetauftritte mit grösseren Buchstaben, leicht zu klickenden Verknüpfungen und einem der Grösse nach anpassungsfähigen Auftritt werden bei der Suche höher platziert. Zu einer Abwertung führen auch Inhalte, die auf Mobilgeräten in der Regel nicht dargestellt werden können – wie Adobe Flash.

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Damit trägt Google dem sich schnell wandelnden Konsumverhalten der Internetnutzer Rechnung: Heute werden deutlich mehr als die Hälfte der Webseiten bereits über mobile Endgeräte angesteuert – und dieser Anteil dürfte in den kommenden Jahren weiter steigen, sind Experten überzeugt. «Da immer mehr Menschen Mobilgeräte für den Zugriff auf das Internet verwenden, müssen sich unsere Algorithmen diesen Nutzungsgewohnheiten anpassen», heisst es in einem offiziellen Blogeintrag des Webmaster-Teams von Google.

In den USA spricht man schon vom «Mobilegeddon»

Der Suchmaschinendienst informierte vor knapp zwei Monaten darüber, den Algorithmus heute entsprechend ändern zu wollen, um mobilen Internetnutzern die Websuche zu erleichtern. Doch so mancher Beobachter erwartet, dass dies nicht gereicht hat, um die Änderung wahrzunehmen und anzugehen.

In den USA macht deshalb bereits der Begriff «Mobilegeddon» die Runde – eine Mischung also aus mobile (Mobiltelefon) und Armageddon. Denn viele Firmen und Webseiten könnten sich ab heute mit sinkenden Nutzerzahlen konfrontiert sehen und tatsächlich eine mittlere Katastrophe erleben. Für Millionen von Webseiten könnte die Änderung «apokalyptische» Ausmasse annehmen, zitiert das amerikanische Nachrichtenportal «Business Insider» etwa Itai Sadan, den Geschäftsleiter der Agentur Duda, die selbst Internetseiten baut.

Bei Google können Webseiten getestet werden

Generell sei das Risiko bei kleineren Unternehmen höher, unter der Neuerung zu leiden, sagt Sadan laut dem Bericht. Denn das Risiko sei grösser, schlicht noch nichts über die Änderung erfahren zu haben oder zu wenig Zeit beziehungsweise Ressourcen zu besitzen, um die nötigen Änderungen einzuleiten.