Beim Internet-Pionier Yahoo sind erstmals seit Ende 2012 wieder die Umsätze gestiegen. Die bereinigten Erlöse seien um 1 Prozent auf 1,09 Milliarden Dollar geklettert, teilte das Unternehmen am Dienstag am Firmensitz im kalifornischen Sunnyvale mit. Yahoo übertrifft damit leicht die Erwartungen der Analysten:  Experten hatten mit 10 Millionen weniger gerechnet.

Der bereinigte Gewinn je Aktie verharrte bei 38 Cent und übertraf damit die Analystenschätzungen ebenfalls leicht. Nachdem zuletzt Sorgen um eine möglicherweise zu hohe Bewertung von Internetfirmen deren Kurse an den US-Börsen gedrückt hatte, atmeten die Anleger nun zumindest bei Yahoo sichtbar auf: Im nachbörslichen Handel sprangen die Titel um fast acht Prozent nach oben.

Rückenwind verlieh Yahoo auch die gute Bilanz vom Webportal Alibaba, dem chinesischen Ebay.  Die Einnahmen bei Alibaba stiegen um 66 Prozent auf 3,06 Milliarden Dollar. Yahoo hält rund 24 Prozent an dem Konzern, der kurz vor dem Börsengang steht.

Google und Facebook setzen Yahoo unter Druck

Das vorausgegange Quartal war noch wesentlich gemischter ausgefallen. Auch anderthalb Jahre nach ihrem Amtsantritt kämpft Yahoo-Chefin Marissa Mayer mit Problemen bei dem Internet-Pionier. Im Schlussquartal des Geschäftsjahres 2012/2013 hatte sich der Rückgang der wichtigen Werbeeinnahmen fortgesetzt.

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Yahoo sieht sich bei der Jagd nach Werbegeldern harter Konkurrenz von Rivalen wie Google oder Facebook ausgesetzt. Mayer versucht seit ihrem Amtsantritt im Sommer 2012, mit neuen Inhalten sowie Zukäufen wie der Blog-Plattform Tumblr dagegenzuhalten. Dies soll mehr Nutzer anlocken und damit am Ende auch zu höheren Werbeeinnahmen führen. Bislang blieb der durchschlagende Erfolg aber aus.

(sda/awp/me)