Der US-Konzern Abercrombie & Fitch hat zu Beginn des Geschäftjahres überraschend wenig Textilien an seine überwiegend jugendliche Kundschaft verkauft. Der Umsatz in seit mindestens einem Jahr bestehenden Filialen sowie über das Internet ging im ersten Quartal um 15 Prozent zurück, wie das für seine unkonventionellen Marketingstrategien bekannte Unternehmen mitteilte.

Zum Teil seien dafür Lieferengpässe verantwortlich. Der Rückgang habe sämtliche Marken getroffen, besonders stark aber Hollister - die größte Kette aus dem Hause Abercrombie. Auch in den kommenden Monaten dürften die Geschäfte weiter schwächeln: Im Gesamtjahr dürfte der vergleichbare Gesamtabsatz leicht hinter dem Vorjahr zurückbleiben.

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Lieferengpässe

Die Warenengpässe seien gravierender gewesen als erwartet, sagte Konzernchef Mike Jeffries. Das Problem sei inzwischen aber weitgehend gelöst. Insgesamt fiel der Umsatz in dem Anfang Mai abgeschlossenen ersten Quartal um neun Prozent auf 838,8 Millionen Dollar und blieb damit deutlich hinter den Ewartungen der Analysten von durchschnittlich 941,3 Millionen Dollar zurück.

Vor Abercrombie hatten bereits ebenfalls auf Teenager spezialisierte Rivalen wie American Eagle Outfitters enttäuschende Quartalsergebnisse vorgelegt. Die Abercrombie-Aktien wurden im vorbörslichen Handel mit einem Minus von mehr als elf Prozent abgestraft.

(tke/vst/reuters)