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Teilrückzug der UBS aus Zypern

Logo der UBS: Die Bank schliesst zyprische Einheiten. (Bild: Keystone)

Die Schweizer Grossbank schliesst gleich mehrere Tochterfirmen im Krisenstaat. Die Gesellschaften dienten der UBS einst für Geschäfte mit Russland.

Von Jorgos Brouzos und David Vonplon
am 27.03.2013

Die UBS besitzt für Handelsaktivitäten ihrer Investmentbank mehrere Tochterfirmen in Zypern. Sie sollen nun möglichst bald aufgegeben werden. «Die UBS hat bereits vor Monaten damit begonnen, diese Geschäftseinheiten zu schliessen», bestätigt ein Sprecher der Bank Recherchen der «Handelszeitung». Die Schliessung der Firmen stehe nicht im Zusammenhang mit der aktuellen Situation in Zypern.

Die Einheiten im Krisenstaat wurden einst für gewisse Geschäfte mit Russland benötigt. Laut dem zyprischen Handelsregister handelt sich bei den Firmen unter anderem um UBS Cyprus Moscow Limited, UBS Russia Limited oder UBS Ukranian Business Solutions.

Steuerliche Optimierung

Neben der UBS nutzen weitere Schweizer Konzerne wie etwa der Versicherer Zurich oder das Pharmaunternehmen Actelion Firmenstrukturen auf der Mittelmeerinsel. «Zypern war eines der ersten Länder, die Doppelbesteuerungsabkommen mit osteuropäischen Ländern abgeschlossen hat. Das brachte vor allem im Geschäft mit Russland bestimmte Vorteile», erklärt Jörg Walker, Steuerexperte beim Beratungsunternehmen KPMG.

Auch zahlreiche russische Oligarchen  konnten ihre Firmenimperien dank Zypern steuerlich optimieren. Die Firmenkonstrukte von vermögenden Russen wie Viktor Vekselberg oder Gennadi Timtschenko reichen bis in die Schweiz.

Mehr dazu lesen sie in der neuen «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk.

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