Der Genfer Bankensoftware-Hersteller Temenos hat im zweiten Quartal des laufenden Jahres erneut rote Zahlen geschrieben. Der Reinverlust fiel mit 49'000 US-Dollar jedoch geringer aus als in der Vorjahresperiode, als Temenos einen Verlust von 21,8 Millionen Dollar verbuchte.

Der Umsatz sank um 14 Prozent auf 105,6 Millionen US-Dollar, wie Temenos bekannt gab. Das um Restrukturierungskosten und Abschreibungen bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) fiel gar um 55 Prozent auf 10,8 Millionen Dollar. Die Lizenzeinnahmen beliefen sich auf 24,2 Millionen Dollar, was einem Rückgang von 38 Prozent entspricht.

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Der neue Temenos-Chef David Arnott nannte das Quartal enttäuschend. «Das Umfeld ist schwierig und Entscheidungen werden aufgrund des hohen Grades an Unsicherheit verzögert», wird Arnott im Communiqué zitiert. Er kündigte Kostensenkungen in der Höhe von weiteren 20 Millionen US-Dollar an.

Jahreserwartungen gesenkt

Arnott steht erst seit kurzem an der Spitze von Temenos. Der ehemalige Finanzchef folgte auf Guy Dubois, der vor rund zwei Wochen aus persönlichen Gründen per sofort zurückgetreten war. Der Aktienkurs stürzte daraufhin um 28 Prozent ab, erholte sich inzwischen aber wieder leicht.

Mit den nun publizierten Zahlen hat Temenos die Markterwartungen erreicht. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen faktisch mit keinem Umsatzwachstum mehr; die Erwartung wurde auf -5 Prozent bis +1 Prozent gesenkt.

(tno/rcv/sda)