Attraktive Muster und wertvolle Materialien verbinden sich mit Eigenschaften wie Schallabsorption und Pflegeleichtigkeit. Allergiker werden dankbar die neuen Aus-rüstungen von Teppichböden und Teppichen annehmen. Die weltweit tätige Teppichfabrik Enia mit Schweizer Wurzeln arbeitet seit Jahren mit wegweisenden Gestaltern aus Architektur und Raumgestaltung zusammen. Viele von ihnen haben in der Zwischenzeit im Rahmen der «Collection privée» ihr eigenes Design gestaltet.

Dokumentiert werden die Werke in einem Buch zum Thema «Raum für Inspiration»: Es ist spannend, in die Teppichideen einzutauchen von Jean Nouvel, Tom Dixon, Ron Arad, Jasper Morrison, Andreas, Brandolini, Andrée Putman, Didier Gomez, Ross Lovegrove, Arik Levy, Nathalie Tricot, Ora Ito, Paco Rabanne, Mathilde Bretillot, Pierre de Gastines, Ronan et Erwan Bourroulec, Matt Sindall, Olivier Védrine, Claudio Colucci, Antoine & Manuel, Tsé & Tsé, Abdi, Marc Atlan, Dominique Vu, Karim Rashid, Robert le Héros, Michael Young usw.

Gravity – be my friend

Jetzt konnte selbst Pipilotti Rist für ein Teppichkunstwerk gewonnen werden. Die weiche Materie und der seidige Touch fasziniert auch sie.

Pipilotti Rist gehört zu den prominentesten Schweizer Künstlerinnen und ist vor allem bekannt für ihre traumhaften Videoinstallationen. «Die Aufgabe der Kunst ist es, zur Evolution beizutragen, den Geist zu ermutigen, einen distanzierten Blick auf soziale Veränderungen zu garantieren, positive Energien zu beschwören, die Sinne und die Sinnlichkeit zu fördern, den Verstand und den Instinkt zu versöhnen, Möglichkeiten auszuloten und Klischees sowie Vorurteile zu zerstören», ist das erklärte Ziel der Künstlerin.

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Dies zeigt sie auch mit ihrem jüngsten Projekt in Stockholm. Eine aussergewöhnliche audiovisuelle Installation im «Magasin3», mit dem Titelstück: «Schwerkraft – sei meine Freundin.» Auf schwebende, wolkenartige Leinwände an der Decke werden Filme projektiert. Die Besucher legen sich auf die weichen Teppichskulpturen und lassen sich inspirieren und in eine andere Welt entführen. Der Boden besteht aus «Luna», einem Velours aus dem Standardprogramm, die Inseln aus «Solar» – auch aus dem Standardsortiment.

Pipilotti Rist lebt in Zürich und studierte in Wien an der Hochschule für Angewandte Kunst sowie in Basel audiovisuelle Kommunikation an der Schule für Gestaltung. Sie hat bisher viele Preise und Auszeichnungen gewonnen, wie zum Beispiel den «Premio 2000» an der Biennale in Venedig (1997), und stellt weltweit ihre Arbeiten in wichtigen Museen und Sammlungen aus.

Die Enia Carpet Group mit Sitz in Ennenda GL und mit rund 1300 Mitarbeitenden gehört zu Europas führenden Anbietern von textilen Bodenbelagssystemen für den Living- und Business-Bereich, mit 12 eigenen Niederlassungen und über 50 Verkaufsstandorten weltweit. Produziert werden Teppichböden und Fliesen aus Wolle und synthetischen Fasern.

Wertvolle Erfahrungen mit Künstlern machte das Unternehmen bereits früher: So ist die David-Lynch-Ausstellung etwa im Musée des Arts Décoratifs in Paris permanent zu sehen.