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Tesla-Chef ergattert Auftrag der Nasa

Elon Musk: Der Tesla-Chef ist umtriebig. Keystone

Die Nasa hat Milliardenaufträge an Privatunternehmen vergeben. Die drei Partner sollen die Raumstation ISS mit Material versorgen – auch die Firma des Tesla-Chefs Elon Musk kommt wieder zum Handkuss.

Veröffentlicht am 15.01.2016

Die US-Weltraumbehörde NASA hat ihre milliardenschweren Versorgungsflüge zur internationalen Raumstation ISS an drei private Unternehmen vergeben. SpaceX, Orbital und Sierra Nevada sind für die unbemannten Frachtflüge in den Jahren 2018 bis 2024 verantwortlich.

Beginnen soll die erste Mission 2019, wie NASA-Vertreter am Donnerstag vor Medien in Cape Canaveral. Welches Volumen die Aufträge haben, wurde nicht mitgeteilt. Das hänge von der Art der jeweiligen Mission ab und sei im Voraus unmöglich zu beziffern. Die «Washington Post» schrieb von einem möglichen Vertragsvolumen von insgesamt 14 Milliarden Dollar.

Pannenreiche Versorgungsflüge

SpaceX von Tesla-Chef Elon Musk und Orbital ATK hatten bereits zuvor Verträge mit der NASA. Für Sierra Nevada ist es eine Premiere. Jedes der Unternehmen sei für mindestens sechs Missionen verantwortlich. Die staatliche Raumfahrtbehörde verstärkt ihre Kooperation mit privaten Unternehmen vor allem aus Kostengründen. Das Budget der Raumfahrtnation USA schrumpft.

Flüge zur ISS standen zuletzt allerdings nicht immer unter einem guten Stern. Im Oktober 2014 explodierte Orbitals «Cygnus»-Frachter beim Start. Im Juni 2015 zerbrach ein «Dragon»-Frachter von SpaceX auf dem Weg zur ISS. Im Dezember gelang einem «Cygnus» ein reibungsloser Start. Im Weltraum winkt insgesamt ein Milliardengeschäft. Viele Unternehmen liefern sich einen harten Wettbewerb, darunter auch Branchenriesen wie Boeing und Lockheed Martin. Der Grund liegt vor allem im Geschäft mit Satelliten und in der Hoffnung auf Weltraumtourismus.

(sda/mbü)

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