Der US-Elektroautopionier Tesla hat eine erweiterte Modellreihe vorgestellt - die zuvor hochgeschraubten Erwartungen an eine Weltsensation jedoch enttäuscht. Firmenchef Elon Musk enthüllte am Donnerstagabend (Ortszeit) eine «D» getaufte neue Version des bisherigen Top-Modells «S». Wichtigste Neuerung: ein Allradantrieb, der für eine besonders rasante Beschleunigung des Sportwagens sorgt. Das Modell wird über zwei Motoren verfügen, jeweils am Ende des Fahrgestells.

Musk hatte die Erwartungen kräftig angeheizt: Vor einer Woche kündigte er die Präsentation im Kurznachrichten-Dienst Twitter mit einer mysteriösen Botschaft an. Es sei an der Zeit, das «D» zu enthüllen - und noch etwas anderes. Danach wurde unter anderem spekuliert, der Buchstabe könne für «Driverless» stehen und Tesla vor einem Durchbruch beim autonomen Fahren.

«Autonomes Fahren» boomt

Zwar hat Tesla nun auch einige neue Funktionen für einen «Autopiloten» vorgestellt. Allerdings handelt es sich dabei nicht um das selbstfahrende Auto, sondern um Assistenzsysteme für den Fahrer wie die automatische Anpassung der Geschwindigkeit an das Tempolimit oder das Sichten der benachbarten Fahrbahnen beim Spurwechsel. Zudem könne der Modell-Typ Sedan künftig alleine einparken, so das Unternehmen.

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Nicht nur Tesla, auch viele andere Auto-Hersteller wie BMW und Daimler sehen im sogenannten «autonomen Fahren» die Zukunft und forschen in diese Richtung. Selbst Google mischt hier mit und will einen Wagen auf den Markt bringen, bei dem der Fahrer nichts mehr machen muss und seine Fahrzeit anderweitig nutzen kann.

(reuters/awp/dbe/ama)