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Elektroauto
Tesla-Rivale erhält finanzkräftige Unterstützung

Ein Tesla Modell S: Vielleicht erhält er bald Konkurrenz aus China. Keystone

NextEV soll dem populären Elektro-Sportwagen Tesla den Rang ablaufen. Nun beteiligen sich eine Reihe von neuen Investoren am chinesischen Autoprojekt.

Veröffentlicht am 01.09.2015

Die traditionellen Autobauer könnten neben dem US-Unternehmen Tesla einen neuen Konkurrenten bei Elektroautos bekommen. Einige Finanzinvestoren und chinesische Internet-Unternehmen unterstützten den Aufbau von NextEV, erklärte eine Sprecherin des Unternehmens aus Shanghai.

Im kommenden Jahr wolle NextEV einen exklusiven Sportwagen mit Elektroantrieb vorstellen. «Das Elektro-Superauto soll leistungsstärker als alle Superautos mit Verbrennungsmotor werden», ergänzte sie. Mit mehr als 1000 PS könne es in drei Sekunden von Null auf Hundert beschleunigen.

Tesla legte Blitzstart hin

Der Quereinsteiger Tesla hatte mit seinem vor drei Jahren eingeführten Modell S die Elektroautos der deutschen Premiumhersteller Daimler, BMW und Audi in den Schatten gestellt. Die sportliche Limousine sorgte mit der grossen Reichweite ihres Elektromotors für Furore.

Tesla erfreut sich hoher Nachfrage, macht mit den Elektroautos aber keinen Gewinn. BMW und Audi zogen inzwischen mit Elektro-Sportwagen nach. Auch Porsche entwickelt einen rein elektrisch betriebenen Hochleistungsflitzer. Die Pläne von NextEV sprechen dafür, dass Investoren im Luxussegment von Elektroautos ein gutes Geschäftspotenzial sehen.

Ford-Manager hat Federführung

Zu den Finanziers gehören das chinesische Internet-Unternehmen Tencent, das auch schon an dem von Daimler, BMW und Audi gekauften Navigationsdienstes Nokia Here interessiert gewesen sein soll. Auch die Betreiber von speziellen Auto-Websites und ein Online-Händler aus China unterstützen NextEV sowie der US-Finanzinvestor Hillhouse Capital.

Der frühere Europa-Chef von Ford, Martin Leach, soll das Unternehmen auf die Beine stellen. Auch der ehemalige Tesla-Manager John Thomas, der das Model S mit auf den Weg brachte, sowie ein Ex-Designer von BMW wollen bei NextEV einsteigen. In Deutschland betreibt NextEV ein Entwicklungszentrum in München.

(reuters/mbü/ise)

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