Während andere Hersteller um Käufer für ihre Elektroautos kämpfen, deklassiert Tesla sogar Konkurrenten mit Benzinmotor. Derzeit sind die Elektroautos der Luxusklasse in der Schweiz die gefragtesten Fahrzeuge im Premiumsegment – und auch Verkehrs- und Umweltministerin Doris Leuthard (CVP) möchte das Modell Tesla S anschaffen, wie die «Schweiz am Sonntag» berichtete.

Der Erfolg, den Tesla-Chef Elon Musk mit seinen Elektro-Sportwagen feiert, sticht in der Branche heraus: Autobauer kämpfen seit Jahren um Kunden für ihre E-Autos, der Marktanteil liegt aber nach wie vor an der Grenze zum Messbaren, weltweit bei weniger als einem Prozent der verkauften Fahrzeuge.

«Jeder würde profitieren»

Vor diesem Hintergrund werden Konkurrenten zum Kämpfer in gemeinsamer Sache: BMW und Nissan wollen mit Tesla kooperieren, um gemeinsame Ladestandards für Elektrofahrzeuge zu schaffen, berichten mit der Sache Vertraute gegenüber der «Financial Times».

Einer von ihnen sagte: «Es ist offensichtlich, dass jeder davon profitieren würde, wenn es einen einfacheren Weg für alle gäbe, ihre Autos zu laden.» Der Gebrauch von unterschiedlichen Steckdosen und Spannungs-Standards gilt bei vielen Kunden als eines der grössten Hindernisse für den Kauf eines Elektrofahrzeuges.

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Patente freigegeben

Tesla-Chef Elon Musk hatte sich bereits vergangene Woche mit BMW zu Gesprächen getroffen und am Tag darauf alle Patente der Firma für die Öffentlichkeit freigegeben. Die Schritt wurde als offensichtlich wenig selbstlos kritisiert – schliesslich würde Tesla wohl stark profitieren, sollte sich die E-Auto-Technologie stärker durchsetzen. BMW und Tesla verkaufen zusammen rund 80 Prozent von Ladebatterien für Elektroautos, Nissan ist der grösste Produzent von E-Autos weltweit.

(me/chb)