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Abbau
Tessin: Armani-Angestellten droht die Entlassung

Die italienische Modemarke Armani will offenbar ihre Schweizer Kostenbasis überarbeiten. Zahlreiche Angestellte im Tessin müssen deshalb um ihren Job fürchten.

Veröffentlicht am 04.02.2016

Bei der Schweizer Niederlassung der italienischen Nobel-Marke Armani im Tessin wird es offenbar zu Entlassungen kommen. Laut Gewerkschaftsangaben sind einigen Mitarbeitern neue Stellen in Mailand (I) angeboten worden – jedoch zu deutlich schlechteren Konditionen.

Die genaue Anzahl der Entlassungen sei noch nicht bekannt, sagte der Sekretär der Tessiner Gewerkschaft OCST, Giorgio Fonio, am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Er bestätigte eine entsprechende Meldung des Tessiner Fernsehens RSI.

Schlechtere Anstellungsbedingungen

Die Belegschaft der Schweizer Armani-Niederlassung in Mendrisio TI habe der Gewerkschaft den Auftrag gegeben, mit der italienischen Zentrale in Mailand zu verhandeln, so Fonio. In Mendrisio sind derzeit 130 Personen beschäftigt.

Ihm sei von «mehreren Mitarbeitern» zugetragen worden, dass ihnen eine neue Stelle in Mailand angeboten worden sei. Die Anstellungsbedingungen seien allerdings deutlich schlechter. Die Gewerkschaft werde versuchen Verhandlungen mit der Direktion der Schweizer Niederlassung aufzunehmen, sagte Fonio.

Das «Fashion Valley»

Armani Schweiz wollte die Meldung zu den möglichen Entlassungen am Donnerstag auf Anfrage nicht kommentieren.

Die Armani-Niederlassung in Mendrisio gehört mit weiteren multinationalen Modekonzernen zum sogenannten «Fashion Valley». Laut einem Bericht der Erklärung von Bern (EvB) von Mitte Januar nutzen die rund 27 Textilkonzerne, die sich dort seit 1997 niedergelassen haben, den Standort vorwiegend zur Steueroptimierung.

(sda/ise)

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