Exklusivität und vor allem Prestige sind wichtige Attribute im Bau moderner Automobile. Wer über das notwendige Know-how für die Herstellung teurer und zudem prestigeträchtiger Modelle verfügt, kann sehr gute Geschäfte machen. Daran besteht kein Zweifel. Nach wie vor legen zudem viele Autofahrerinnen und Autofahrer grosses Gewicht auf den Stellenwert ihres fahrbaren Untersatzes. Wer über die notwendigen finanziellen Mittel verfügt, um sich ein exklusives und damit meist teures Auto kaufen zu können, wird sich meist für eine der europäischen Topmarken im obersten Segment entscheiden. Oder aber für einen technologieorientierten Lexus. Oder, noch eine Klasse höher, für ein leistungsstarkes Auto aus Italien – oft in Rot – oder aus Stuttgart.


Prestige ist nicht alles, aber viel

Man kann lange darüber philosophieren, weshalb die eine Marke mit so viel mehr Prestige glänzt als eine andere. Aber es gibt auch Automobilisten, die wollen in erster Linie ein Modell fahren, das ebenfalls einen Hauch High class offeriert, technisch auf der Höhe der Zeit ist, aber ganz einfach deutlich weniger kostet als die europäischen Edelmarken. Auf dieser Schiene bewegen sich seit einigen Jahren gleich mehrere Autohersteller, vorwiegend asiatischer Herkunft. Praktisch kaum ein anderes Land «kupfert» – dies eine Nebenbemerkung – derzeit derart massiv bei der westlichen Konkurrenz ab wie die chinesischen Autohersteller.

Auch andere Asiaten orientieren sich an Europa. Denn sie wissen, dass Prestige allein nicht immer alles ist. Unterstrichen wird diese Strategie mit steigenden Verkäufen verschiedenster Marken, welche punkto Technik und Komfort mit der europäischen Konkurrenz absolut Schritt halten können. Aber günstiger sind!

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Zu ihnen darf sicher der koreanische Hersteller KIA Motors gezählt werden, der mit der Luxuslimousine Opirus ein Fahrzeug anbietet, das über einen sehr hohen Komfort, ein modernes Triebwerk sowie ein Fahrwerk verfügt, das ein komfortables Reisen auch auf langen Distanzen erlaubt. Das Topmodell erfuhr jüngst ein umfassendes Facelifting. Der Hersteller nimmt den Mund allerdings etwas gar voll und spricht von einem neuen Modell.

Nun, rein äusserlich hat sich der Auftritt des KIA-Flaggschiffs nur wenig verändert. Der Wagen wuchs auf eine Länge von 5 m an und bietet im Innern grosszügige Platzverhältnisse. Das neue 3,8-l-V6-Triebwerk mit Aluminiumblock verfügt neu über eine Leistung von stolzen 266 PS und verrichtet seine Arbeit äusserst leise.

Wie bei den Koreanern üblich, ist der Opirus mit zahlreichen Features serienmässig ausgestattet. Dazu zählen etwa kühlbare Vordersitze, die elektrisch verstellbare Pedale, ein elektronisches Dämpfersystem, ein schlüsselloses Smart-Key-System, ein Kühlfach in der Mittelkonsole sowie Einparksensoren. Man erhält viel Auto fürs Geld, denn mit 54500 Fr. steht der Opirus so ziemlich an erster Stelle in der automobilen Oberklasse, wenn das Verhältnis Preis/Leistung als Massstab dient.

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KIA Opirus

Motor: 3,8-l-Sechszylinder-
Motor mit 3778 cm3 Hubraum
Leistung: 196/266 kW/PS bei 6000 U/min
Max. Drehmoment: 353 Nm bei 4500 U/min
Gesamtgewicht: 1775 kg
Verbrauch: 10,9 l/100 km
Energieeffizienzkategorie: F
Preis: 54500 Fr.
Testwagenlieferant: KIA
Motors AG, Safenwil