Es soll zu einer hundertprozentigen Basler Lösung kommen. Nur das könne die Rettung sein, heisst es in Basler Kreisen. Diese beschreiben die gegenwärtige Situation als «Flohzirkus».
 
Ursache des Ausstiegs der beiden Hauptaktionäre dürften die heftigen Proteste der letzten Tagen sein. Mitte November war bekannt geworden, dass Christoph Blochers Beratungsfirma Robinvest einen Auftrag von den Eintümern der «Basler Zeitung Medien» erhalten hatte. Ziel der Hauptaktionäre ist es, das Unternehmen organistorisch und strategisch neu auszurichten, damit dieses wieder Gewinn abwirft. Im Geschäftsjahr 2008/09 resultierte bei einem Umsatz von 263 Millionen Franken ein operativer Verlust von 12 Millionen. Doch der Name Blocher reizt die Redaktion der «Basler Zeitung» und die Basler Öffentlichkeit. Sie fürchten sich vor einer publizistischen Einflussnahme des SVP-Strategen. Die Beteuerungen von Tettamanti und Wagner, von einer Involvierung Blochers in die «Basler Zeitung» könne keine Rede sei, beschwichtigte die Gemüter nicht.  Knapp 18000 Personen haben mittlerweile das Unterschriftenformular «Basel braucht eine SVP-unabhängige Tageszeitung» auf der Webseite «Rettet-Basel.ch» unterschrieben. Wagner sitzt auch im Verwaltungsrat der Axel Springer Schweiz AG, die unter anderem die «Handelszeitung» herausgibt.

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