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Teurer Franken vermiest Bell das Geschäft

In der Schweiz verkaufte Bell im letzten Jahr 120 Millionen Kilogramm Fleisch. (Bild: Keystone)

Der Fleischverarbeiter Bell hat 2011 den starken Franken zu spüren bekommen: Zwar konnte das Unternehmen dank steigender Inlandsnachfrage knapp 2 Prozent mehr Fleisch absetzen, dennoch musste Bell ein

Veröffentlicht am 06.01.2012

Der grösste Schweizer Fleischverarbeiter Bell hat 2011 den starken Franken gespürt. Zwar setzte das Unternehmen dank der steigenden Inlandsnachfrage mit 224,3 Millionen Kilogramm 1,9 Prozent mehr Fleisch ab. Der Umsatz ging hingegen um 3,8 Prozent auf 2,52 Milliarden Franken  zurück.

Währungs- und akquisitionsbereinigt ergab sich ein Umsatzplus von 1,8 Prozent, wie Bell am Freitag mitteilte. Neben dem schwachen Euro hatte auch der Verkauf von Bell Convenience einen Einfluss. Dadurch sank der ausgewiesene Umsatz in der Schweiz um 3,4 Prozent auf 1,75 Milliarden Franken.

Um den Verkauf bereinigt legte der Umsatz um 1,2 Prozent zu. Der Warenabsatz stieg um 2,1 Prozent auf 120,8 Millionen Kilogramm. Bell profitierte nach eigenen Angaben insbesondere von der gestiegenen Nachfrage nach Geflügelfleisch aus dem Inland. Positive Auswirkungen hatten zudem die saisonalen Aktivitäten wie Ostern, die Grill-Zeit und die Festtage sowie das stabile Preisniveau des Rohmaterials.

In Europa lag die Absatzmenge mit 103,6 Millionen Kilogramm nur wenig unter jener im Inland. Die Erträge erreichten mit 771 Millionen Franken allerdings nur knapp die Hälfte.

Wegen des schwachen Euros ergab sich ein Umsatzrückgang von 4,8 Prozent, während in Lokalwährungen ein Zuwachs von 5,7 Prozent resultierte. Die Übernahme des Convenience-Food-Anbieters Hoppe in Deutschland erhöhte den Umsatz um 14 Millionen Euro.

Das vollständige Jahresergebnis der Gruppe, die mehrheitlich dem Detailhändler Coop gehört, wird am 15. Februar publiziert.

(rcv/awp)

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