Der weltweit grösste Anbieter von Nachahmermedikamenten, Teva Pharmaceutical hat im dritten Quartal aufgrund geringerer Verkäufe von Generika in den USA weniger verdient als ein Jahr zuvor. Dies war der erste Gewinnrückgang für das Unternehmen seit vier Jahren. Der Gewinn vor Sonderposten sei um sechs Prozent auf 1,11 Milliarden US-Dollar gefallen, teilte die israelische Gesellschaft am Mittwoch in Jerusalem mit. Das Ergebnis je Aktie (EPS) betrug 1,25 Dollar, nach 1,30 Dollar im Vorjahr. Damit übertraf Teva die Schätzungen der Analysten, die im Durchschnitt mit 1,23 Dollar je Anteilsschein gerechnet hatten.

Im dritten Quartal steigerte der Stada- und Bayer-Konkurrent den Umsatz auf 4,34 Milliarden Dollar (VJ: 4,25). Mit einem Plus von fast 60 Prozent verbuchte Teva den stärksten Umsatzanstieg in Lateinamerika und Asien. In Europa stiegen die Erlöse um rund ein Drittel. Teva habe mit seinen Generika und dem Multiple-Sklerose-Mittel Copaxone ein starkes Wachstum gezeigt, sagte Vorstandschef Shlomo Yanai laut Mitteilung. Dies habe das Generikageschäft in den USA gestützt, das keine bedeutenden Neueinführungen auf den Markt gebracht habe. Teva rechne mit einem starken vierten Quartal. Hier soll sich vor allem die Neueinführung einer billigeren Version des wichtigsten Eli Lilly-Medikaments Zyprexa zur Behandlung von Schizophrenie auswirken.

Aussagen zum Ausblick will Teva während einer Telefonkonferenz im Laufe des Tages machen. Bislang erwartet der Konzern einen Gewinn je Aktie vor Sondereffekten von 4,90 bis 5,20 Dollar. Der Umsatz soll 18,5 Milliarden bis 19 Milliarden Dollar betragen. Teva übernahm in diesem Jahr die Firma Cephalon Inc., um das Geschäft mit Nicht-Nachahmermedikamenten zu stärken.

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(kgh/awp)