Die Schweizer Textilbranche exportiert rund 85 Prozent ihrer Produktion ins Ausland. Damit sei sie besonders vom starken Franken betroffen, schreibt der Textilverband Schweiz (TVS) in einer Pressemitteilung. Sinkende Exporte und eine kleinere Wertschöpfung seien die Folgen. Dazu kommen immer teurere Rohstoffe.

Um langfristig das Überleben der Schweizer Textilbranche zu sichern, müssten die Schweizerische Nationalbank und der Bund eingreifen, fordert der TVS.

Dem Verband schweben verschiedene Massnahmen vor: «Das Spektrum reicht von der Einrichtung eines Überbrückungsfonds für die Exportindustrie bis zu einer Teilanbindung des Schweizer Frankens an den Euro», schreibt er. Andernfalls sei eine Auslagerung der Produktion kaum zu vermeiden.

Exporte und Wertschöpfung rückläufig

Die Hauptabsatzmärkte der Schweizer Textilindustrie sind Deutschland, Italien, Frankreich, Österreich und die USA. In den letzten eineinhalb Jahren hat sich der Franken im Vergleich zum Euro wie auch zum Dollar um rund 20 Prozent verteuert.

Die Textilbranche werde in einer ohnehin «empfindlichen Phase» vom starken Franken getroffen, schreibt der Branchenverband.  Im vergangenen Jahr waren die Schweizer Textilexporte gemäss TVS bereits um 7,5 Prozent auf 3,15 Milliarden Franken gesunken. Die Wertschöpfung nahm um 1,6 Prozent auf 1,14 Milliarden Franken ab. Auch die Rohstoffe und Zollkosten verteuerten sich ständig.

Die Textil- und Bekleidungsindustrie beschäftigte per Ende 2010 rund 14'000 Personen in der Schweiz.

(cms/laf/sda)

 

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