Die Probleme der Buchhandelssparte Thalia haben dem deutschen Detailhandelskonzern Douglas im Geschäftsjahr 2011/12 (per Ende September) tiefrote Zahlen beschert. Das von einem Finanzinvestor kontrollierte Unternehmen wies bei einem leicht gestiegenen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro einen Verlust von 110 Millionen Euro aus.

Vor einem Jahr hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 87 Millionen Euro vermelden können. Der Konzern will nun auf die Ausschüttung einer Dividende verzichten.

Die Douglas-Tochter Thalia leidet unter dem Boom des Online-Handels und der wachsenden Bedeutung von E-Books. Das machte für Douglas hohe Wertberichtigungen bei Thalia notwendig. Ausserdem belasteten Restrukturierungskosten und sinkende Umsätze das Ergebnis der Sparte.

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Auch der Start ins neue Geschäftsjahr war verhalten. Im wichtigen Weihnachtsquartal steigerte Douglas seine Umsätze nur leicht um 1,6 Prozent und verfehlte damit die eigenen Erwartungen.

Zu Douglas gehören die gleichnamigen Parfümeriekette, das Buchhandelsunternehmen Thalia und die Bijouterierkette Christ sowie Confiserieläden und eine Modekette.

In der Schweiz ist Douglas mit der Buchkette Thalia präsent, die unter anderem die Buchhandlung Stauffacher in Bern, die Aargauer Buchhandlung Meissner und den Internetbuchladen buch.ch aufgekauft hat. Auch Douglas-Parfümerien gibt's mehrere in der Schweiz. Die Bijouteriekette Christ dagegen gehört in der Schweiz zu Coop und hat - trotz gleichen Logos - sowohl rechtlich als auch juristisch nichts mit Douglas zu tun.

(vst/rcv/sda)