Die Zielsetzung ist klar: «Wir wollen», so Thomas Bögli, Mitglied der Geschäftsleitung von GS1 Schweiz in Bern und verantwortlich für den Kompetenzbereich Logistics/Infrastructure, «unseren Mitgliedern eine optimale Grundlage bieten für ihr tägliches Business. Dies nicht zuletzt, um die Logistik im Rahmen der gesamten Supply Chain idealerweise basierend auf den von GS1 vertretenen Standards und Prozessen auszurüsten und zu organisieren.» GS1 soll ein Forum sein, wo man sich trifft, um logistische Themen und Lösungen zu diskutieren.

Darüber hinaus vertritt der Bereich Logistics/Infrastructure als Logistikverband der Schweiz die Interessen der Mitglieder in den entsprechenden nationalen und internationalen Gremien wie etwa der European Logistics Association (ELA) oder der European Pallet Organisation (EPAL).

Logistik beinhaltet nach dem Verständnis des Geschäftsbereiches Logistics/Infrastucture die Organisation, Planung, Steuerung, Abwicklung und Kontrolle des gesamten Warenflusses mit den damit verbundenen Informations- und Werteflüssen. Dazu gehören beispielsweise die Beschaffungs-, Produktions-, Lager- und Distributionslogistik, aber auch die Transport- und Speditionslogistik sowie die After-Sales-Logistik. Unter Infrastruktur andererseits versteht die GS1 die mit der Logistik in Zusammenhang stehenden Bauten und Anlagen, die Systeme der Verkehrsinfrastruktur sowie die damit verbundenen Technologien.

Netzwerk Logistik Schweiz

Ergänzt werden die erwähnten Themenbereiche durch ein internes und ein externes GS1-Schweiz- Logistik-Netzwerk. Ein Schwerpunkt des internen Netzwerkes ist der im Jahr 2000 gegründete Logistikleiter Club Schweiz (LCS), der heute rund 275 Persönlichkeiten aus der Schweizer Logistikszene umfasst. LCS-Mitglieder verstehen sich als Vordenker für neue Formen und Trends in der Logistik und im Supply Chain Management und liefern wertvolle Beiträge zur Meinungsbildung und zur Umsetzung effizienter Verfahren und Systeme. Ziel des LCS ist es, die persönliche und fachliche Weiterbildung seiner Mitglieder zu för- dern und zugleich ein Netzwerk für den Austausch von Erfahrungen zu schaffen. An mehreren Veranstaltungen während des Jahres, aber auch über das Internet, soll ein intensiver Meinungs- und Erfahrungsaustausch gepflegt werden.

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Zum internen Netzwerk gehören im Weiteren ein Logistik-Fachbeirat mit Vertretern aus der Wirtschaft, ferner die Jury für den Swiss Logistics Award sowie Arbeitsgruppen, die sich mit vielfältigen Logistikthemen auseinandersetzen wie etwa mit dem momentan aktuellen Tauschpaletten-Pool. Aber auch Themen wie Kommissioniertechnik, Identtechnologie sowie Logistik-Organisation und -Controlling werden in den einzelnen Arbeitsgruppen diskutiert.

Zum externen Netzwerk zählen die Mitgliedschaften von GS1 Schweiz in den internationalen Gremien wie der ELA, EPAL oder dem BVL Deutschland. Im Weiteren ist GS1 mit zahlreichen schweizerischen Branchen- und Fachverbänden wie etwa Spedlogswiss, Astag, Schweizerische Vereinigung für die Berufsbildung in der Logistik (SVBL) oder CFS Cargo Forum Schweiz sowie weiteren Organisationen verbunden.

Zu den verschiedenen Projekten, welche GS1 verfolgt, gehört die umfangreiche Logistikmarktstudie Schweiz, welche im Januar dieses Jahres in zweiter Auflage veröffentlicht wurde. Die gemeinsam von der Hochschule St. Gallen und GS1 unter der Leitung von Wolfgang Stölzle erarbeitete Studie umfasst eine Fülle an wichtigen Informationen zum Logistikstandort Schweiz. Ein weiteres wichtiges Vorhaben ist das Pilotprojekt EPAL/RFID, konkret die Integration der RFID-Technologie in die EPAL/Euro-Palette.

Erstmals ein Logistik-Tag

Neben dem jährlich vergebenen Swiss Logistics Award organisiert GS1 dieses Jahr erstmals einen Swiss Logistics Day, der am 18. September 2009 stattfinden wird. Ziel dieser Veranstaltung, welche an verschiedenen Orten in der Schweiz stattfinden wird, soll es sein, die Leistungen der Logistik einer breiteren Öffentlichkeit detailliert vorzustellen. Neben dieser Schwerpunktveranstaltung findet aber auch eine ganze Reihe weiterer GS1-Foren statt, die sich mit den Gebieten Identifikation, Intralogistik und Supply Chain Management befassen. Weitergeführt und ausgebaut werden auch in diesem Jahr die verschiedenen GS1-Logistik-Praxis-Veranstaltungen, welche den interessierten Teilnehmern spezifische Logistiklösungen in der Praxis aufzeigen. Dazu gehören auch Besichtigungen wichtiger Logistikanlagen.

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Bereits stattgefunden hat in diesem Jahr das 4. GS1 Forum Logistik & Supply Chain Management, und zwar am 21. Januar in Baden. Zum Thema «Globale Supply Chains managen - zwischen Theorie und Praxis» äusserten sich zahlreiche kompetente Referenten.